Warum Dankbarkeit immer eine gute Idee ist

Dankbarkeit

Bist Du dankbar? Bist Du Dir der guten Dinge in Deinem Leben bewußt? Oder hast Du den Blick meist eher auf das gerichtet, was noch nicht perfekt ist?

Der Blick auf das was fehlt

Meist schauen wir auf das, was noch nicht optimal ist, was noch verbessert werden sollte. So sind wir Menschen. Immer angetrieben, es NOCH besser zu machen. Ein größeres Auto, eine größere Wohnung, teurere Möbel, besser aussehen, erfolgreicher beim Sport, mehr Macht oder Verdienst im Job, etc.
Wir sehen, dass andere an verschiedenen Stellen „besser“ sind als wir und dann spornt uns das wieder an, mehr zu werden und zu bekommen.

Bei all dem vergessen wir oft den Blick auf das, was wir schon haben.

Ich bin seit Jahren viel auf Reisen und merke unterwegs immer wieder, wie gut es mir eigentlich geht. Natürlich bin auch ich stellenweise unzufrieden, möchte mehr Geld, weniger Arbeit, mehr Gesundheit, schöner sein oder anderes.

Aber meistens stelle ich fest, wenn ich mein eigenes Leben im Ganzen betrachte, dass ich es ganz schön gut habe.

Dankbarkeit

Der Blick auf die Dankbarkeit

Ich finde, wir hier in Mitteleuropa haben es fast alle ziemlich gut. Viele finden das selbstverständlich. Ist es aber nicht. Und hier setzt die Dankbarkeit an.

Dankbarkeit macht zufriedener. Und es ist eine Grundvoraussetzung für Glück.

Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, was Du alles hast, dann werden die Dinge, die noch fehlen, oft weniger wichtig. Wenn Du Deine Wünsche in Relation zu dem setzt, was Du schon hast und wofür Du dankbar sein kannst, bekommen sie oft weniger Gewicht.

Natürlich gibt es Dinge im Leben, die uns unglücklich machen: Ein Job, der uns krank macht, eine unglückliche Partnerschaft, Krankheit, Geldsorgen, etc. Da macht es natürlich Sinn, dran zu bleiben und dafür zu sorgen, dass man die Baustellen mittelfristig abgearbeitet bekommt.
Aber letztlich ist Dankbarkeit eine gute Basis, die auch schwere Zeiten besser erträglich macht. Einfach, weil sie den Fokus ein Stück von den belastenden Themen verlagert.

Es ist Deine Entscheidung

Wir alle haben unser Päckchen zu tragen. Mehr oder weniger. Aber jeder hat die Möglichkeit zu gucken, was er daraus macht. Es gibt Menschen, die haben scheinbar alles, sind aber furchtbar undankbar und schlecht gelaunt. Andere ereilt ein Schicksalsschlag nach dem anderen und trotzdem bleiben sie dankbar für die guten Dinge in ihrem Leben.

Ich persönlich finde, es ist einfach praktischer, den Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu richten und dankbar zu sein. Es macht das Leben deutlich schöner, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Viele Menschen sind gefangen in dem Blick auf die schlechten Dinge im Leben. Es ist sehr einfach, immer zu jammern. Aber es macht überhaupt keinen Spaß.

Insofern lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln und den Fokus auf das zu richten, wofür wir dankbar sein können.

Dankbarkeit

Dankbarkeit für…

Und damit es einfacher wird, den Fokus neu auszurichten, kannst Du zum Beispiel eine Liste für Dich machen, für was Du alles dankbar sein kannst. Ich liebe Listen. Auf ihnen kann man alles festhalten, was einem zwischendurch sonst wieder abhanden kommt.

Und für eine Dankbarkeitsliste hab ich mal ein paar Ideen zusammengestellt. Vielleicht treffen nicht alle Punkte auf Dich zu. Halt Dich dann aber nicht mit denen auf, die bei Dir nicht passen, sondern sei erst mal dankbar, für das, was Du hast.

Erst mal die grundlegenden Dinge:

  • Ein Dach über dem Kopf
  • In einem Land leben, in dem Frieden herrscht
  • Genug zu essen haben
  • Schulbildung
  • Ein Einkommen
  • Freunde
  • Eine Familie (alternativ: Freunde)
  • Gesundheit (alternativ: Eine hilfreiches Gesundheitssystem)
  • Seine Meinung frei äußern dürfen

Und dann alles, was Freude macht. Oft sind es die kleinen Dinge:

  • Schöne Naturerlebnisse
  • (Haus-)Tiere
  • Freundlichen Menschen begegnen
  • Einer Leidenschaft nachgehen
  • Sich etwas gönnen
  • Was leckeres essen oder trinken
  • Jemand anderem helfen
  • Mit anderen gemeinsam etwas erreichen
  • etc.

Mehr solcher Ideen findest Du auch in meinem Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben.

Dankbarkeit

Dankbarkeitstagebuch

Seit ich diesen Blog gestartet habe, veröffentliche ich jeden Samstag meine Glücksmomente der Woche. Das hab ich irgendwie angefangen und das mache ich jetzt so weiter. Und das lustige ist: Seit ich die Artikel schreibe, habe ich das Gefühl glücklicher zu sein. Weil ich meine Glücksmomente der Woche würdige und dankbar für sie bin.
Vorher habe ich auch schöne Dinge erlebt, aber sie sind ein bißchen untergegangen im Wahnsinn des Alltags. Und mit diesem Wochenartikel hole ich sie mir noch mal ran und freue mich beim Schreiben über das, was ich da schönes erlebt habe. Ich bin sicher, wenn ich irgendwann mal eine schlechte Zeit haben werde, werden mir die Artikel helfen, sie zu überstehen.

Was mich ausserdem überrascht ist: Wenn ich die Zugriffszahlen auf meine Artikel ansehe, liegen die Glücksmomente ziemlich weit vorne. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es meine Leser in dem Maße interessiert, was ich tolles in der Woche erlebt habe. Aber offenbar inspiriert es viele Menschen, sich ebenfalls ein paar Glücksmomente zu suchen.

Ich finde es schön, die Dinge aufzuschreiben, so gehen sie nicht verloren. Vielleicht ist das auch eine Idee für Dich, die Dinge, für die Du dankbar bist, aufzuschreiben? Wie Du das machst, bleibt Dir überlassen.

  • Du kannst ein klassisches Tagebuch aus Papier führen, in das Du täglich die Dinge aufschreibst, für die Du dankbar bist.
  • Du kannst eine Liste mit Dingen führen, für die Du dankbar bist und regelmässig ergänzen.
  • Es gibt aber auch Apps, in die man neben Text auch Fotos einfügen kann, z. B. DayOne. Die ist für Apple-Geräte verfügbar und neuerdings kostenpflichtig. Aber bestimmt gibt es da auch andere Varianten.
  • Oder Du führst ein neues Ritual ein und überlegst Dir jeden Abend, wenn Du ins Bett gehst, drei Dinge, für die Du heute dankbar bist.

Dankbarkeit

Das neue Denken trainieren

Vielleicht stellst Du fest, dass es gar nicht so einfach ist, die Sichtweise zu ändern. Die alte Sichtweise auf die fehlenden Dinge ist viel vertrauter und gewohnter.
Hier solltest Du am Ball bleiben. Wenn Du merkst, dass Du doch wieder negative Gedanken hast, dann versuche sie mit guten Gedanken zu ersetzen. Frag Dich „Und was ist gerade schön?“.

Trainiere das, ähnlich, wie Du andere Dinge lernst. Nur durch`s Machen wird Dir die Dankbarkeit vertrauter. Je mehr Dankbarkeit Du in Dein Leben holst, desto mehr automatisiert sich dieses Gefühl. Ähnlich wie bei einem Sporttraining. Je mehr Du läufst, desto einfacher und leichter wird es. Also los!

Das waren meine Gedanken zum Thema Dankbarkeit. Wie findest Du die Idee, mehr Dankbarkeit in Dein Leben zu lassen?

Möchtest Du diesen Artikel teilen?

3 Kommentare

  1. Pingback: Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben - flowers-and-candies.de

  2. Mit jeden Satz triffst Du ins Schwarze!
    Danke für die Erinnerung, Dankbarkeit wieder bewusst zu machen und bewusst zu erleben.
    Je älter ich werde, je unwichtiger werden Gegenstände, die man unbedingt haben muss. Also mal abgesehen von einem iPhone X oder so 😉 Nein, im Ernst: Die wesentlichen Dinge besitzt man schon. Alles andere ist Luxus. Und wie gut fühl t es sich an, dankbar dafür zu sein, was man alles hat, was man schon alles erleben durfte, wen man schon in seinem Leben an seiner Seite hatte…
    Danke für den Reminder liebe Maike…

    • Ja, wir vergessen das so oft. Und manchmal hilft wirklich ein Blick auf das, wofür wir dankbar sein können, um das Leben wieder entspannter betrachten zu können. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.