Heimatliebe Dortmund

Dortmund

Auch, wenn ich gerne viel unterwegs bin: Meine Heimat ist Dortmund. Eindeutig! Hierher komme ich immer gerne wieder hin zurück, wenn meine Reisen vorbei sind.
Aufgewachsen bin ich in Herdecke, einer Kleinstadt, die direkt an Dortmund angrenzt und die viele für einen Vorort von Dortmund halten.
Seit über 20 Jahren arbeite ich in Dortmund, so dass Dortmund für mich langsam zur Heimat wurde. Seit 6 Jahren wohne ich jetzt auch endlich hier und fühle mich sauwohl!
Und warum das so ist, werde ich Dir jetzt zeigen.

Heimatliebe

Was man mal sagen muss: Eine Stadt zu lieben, die offensichtlich schön ist, kann jeder. Dortmund ist da eher rustikal, die Stadt erschliesst sich nicht immer jedem auf den ersten Blick. Aber wer ehrliches Interesse zeigt, findet hier viel Wunderbares, das entdeckt werden kann! Und die ganzen Vorurteile, die es gegen Dortmund und gegen das gesamte Ruhrgebiet gibt, gehören sowieso dringend mal ausgeräumt. Denn: Dreckig ist es hier schon lange nicht mehr!

Was meine Heimatliebe für Dortmund ausmacht? Das sind auch die Menschen: Gradlinig, ehrlich, offen, unprätentiös, bodenständig. Das mag ich!

Natürlich habe auch ich als Dortmunderin mein Herz an den BVB verloren. Das ist auch sowas, was es in der Form vermutlich nur hier im Ruhrgebiet gibt: Die völlig vernuftfreie Hingabe an einen Fußballverein. Bei der Sieg und Niederlage über den weiteren Verlauf des Wochenendes entscheiden, wo Bankdirektor und Hartz-IV-Empfänger gemeinsam im Stadion stehen und vollkommen einer Meinung sind. Es menschelt bei den Fußball-Fans, und hier im Ruhrgebiet besonders!

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Aber natürlich gibt es auch andere Faktoren, die für Dortmund sprechen. Das sind z. B. die vielen Grünflächen, die spannende Industriekultur, das kulturelle Angebot und die Kneipen.
Die gucken wir jetzt mal nach und nach an:

1. Heimatliebe: Viele Grünflächen

Dortmund besteht tatsächlich zu 49% aus Grünflächen. Spätestens, wenn Du auf den Florianturm im Westfalenpark fährst, wirst Du von oben erkennen, wie grün Dortmund ist. Dortmund hat viele schöne Wälder und Parks; ich pick hier mal meine liebsten raus.

Westfalenpark

Der Westfalenpark ist Dortmunds größter Park. Er wurde 1959 zur Bundesgartenschau angelegt und ist einer der größten innerstädtischen Parks Europas.

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Ein wunderschöner Park, in dem man sich stundenlang aufhalten und jede Menge Pflanzen sowie unterschiedlichste Gartenanlagen entdecken kann. Hier finden viele Veranstaltungen statt und es gibt mehrere Spielplätze für Kinder.

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Rombergpark

Ebenfalls wunderschön ist der Rombergpark, ein Botanischer Garten. Hier ist der Eintritt frei und Du kannst zum Beispiel seltene Pflanzen entdecken.

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Es gibt hier wunderschöne, einsame und verwunschene Ecken. Hier lohnt sich sehr, auch mal die Hauptwege zu verlassen und sich auf die kleinen Wege zu begeben.

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Dortmunder Zoo

Und auch der Dortmunder Zoo liegt wunderschön eingebettet in altem Baumbestand. Der Dortmunder Zoo hat sich ein wenig auf die Tiere Südamerikas spezialisiert und ist da besonders erfolgreich in der Zucht von Ameisenbären.

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Hohensyburg

Ganz besonders mag ich auch die Hohensyburg. Die Hohensyburg ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort mit einer Burgruine und einem ziemlich pompösen Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

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Das Ganze liegt auf einem Höhenzug oberhalb des Ruhrtals und bietet einen unglaublichen Ausblick!

Hohensyburg

Am frühen Morgen und zum Sonnenuntergang ist die Stimmung hier ganz besonders schön. Ich hab mich mal an einem Herbstmorgen hierhin auf den Weg gemacht und einige Fotos geschossen. Den Artikel findest Du hier.

Hohensyburg

2. Heimatliebe: Die Industriekultur

Was wir im Ruhrgebiet besonders schätzen, ist unsere Industriekultur. Auf Grund des Strukturwandels hat Dortmund seinen Dreiklang aus Bier, Stahl und Kohle leider verloren.
Der Strukturwandel vernichtete damals unglaublich viele Arbeitsplätze. Da hat man erfolgreich gegengehalten und neue Industriezweige hierhergeholt. Die Arbeit ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber wir sind auf einem guten Weg.

Die alten Stätten sind zum Teil noch erhalten. Und sie üben eine besondere Faszination aus!

Kokerei Hansa

Mein liebstes Industriedenkmal ist die Kokerei Hansa. Sie wurde 1992 stillgelegt und 1998 unter Denkmalschutz gestellt.
Einen besonderen Charme hat die Fläche mittlerweile, weil die Anlage in die Jahre gekommen ist und gleichzeitig die Natur ihr Terrain zurückerobert. Ein faszinierender Ort!

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Heute kannst Du das Gelände besuchen und Dir ein Bild davon machen, wie hart die Arbeit damals war.

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Phoenixsee und Skywalk

Dann gibt es noch die alten Hoesch-Standorte Phoenix-Ost und Phoenix-West. Hier wurde damals Stahl hergestellt. Die beiden Flächen hatten früher den Stadtteil Hörde zwischen sich in der Zange. Nach dem Ende der Stahl-Ära hat man beide Flächen unterschiedlich umgenutzt.

Auf Phoenix-Ost ist der Phoenixsee entstanden. Ein schönes Ausflugsziel mit einem ca. 3,5 km langem Rundweg und vielen Restaurants und Cafés am Ufer.

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Heute erinnert nur noch wenig an die Geschichte des Ortes.

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Die andere Fläche, Phoenix-West, wurde zu einem neuen Gewerbegebiet umgenutzt. Erhalten blieb der alte Hochofen, der heute im Rahmen des sogenannten Skywalks besichtigt werden kann.
Man erfährt unterwegs viel über die Geschichte von Phoenix West, die Arbeitsweise von Hochöfen und die harte Arbeit der Stahlarbeiter. Ein echtes Erlebnis und sehr empfehlenswert!

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Und auch hier erobert sich die Natur die Flächen wieder zurück.

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Dortmunder U

Das Dortmunder U war der frühere Gär- und Lagerkeller der Dortmunder Union Brauerei. Heute dient das Gebäude als Kunst- und Kulturzentrum. Es beheimatet verschiedene Museen sowie Restaurants und hat sich mittlerweile zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt.
Schon wenn man mit dem Zug in den Dortmunder Hauptbahnhof einfährt, sieht man die Fliegenden Bilder von Adolf Winkelmann in seiner Krone. Übrigens hat man von der Aussichtsterrasse oben einen schönen Blick über Dortmund.

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Zeche Zollern

Ein weiteres Schmuckstück ist die Zeche Zollern. Hier wurde früher Kohle gefördert, aber das ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen; die Anlage sieht eher aus, wie ein Adelshof und wird auch als „Schloss der Arbeit“ bezeichnet.
Ein besonderes Haus ist dort die Maschinenhalle, die im Jugendstil gebaut wurde.

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Auf Zeche Zollern gibt es immer wieder spannende Ausstellungen. Und außerdem lohnt sich der Besuch des Pferdestalls, einem Restaurant mit schöner und guter Ruhrpottküche.

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3. Heimatliebe: Das Kulturangebot

Meine dritte Heimatliebe gilt der Kultur in Dortmund. Hier ist nämlich auch kulturell viel los:

Schauspiel

Das Schauspiel Dortmund, eine Sparte des Theater Dortmunds, hat mittlerweile einen exzellenten Ruf und viele Preise gewonnen. Wenn Du hier bist, such Dir ein Stück Deiner Wahl aus und lass Dich gut unterhalten!

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Konzerthaus

Das Konzerthaus verfügt über eine großartige Akkustik und wird international geschätzt. Auch hier kannst Du wunderbare Abende verbringen.
Die geflügelten Nashörner, die Dir überall in der Stadt begegnen, sind übrigens das Wahrzeichen des Konzerthauses.

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domicil

Wer es etwas kleiner haben möchte, besucht das domicil, ein ehemaliges Kino, in dem heute verschiedene Konzerte, Partys und Veranstaltungen stattfinden. Ich mag dort besonders das LMBN, ein Poetry-Slam, dass dort einmal im Monat stattfindet.
Außerdem mag ich dort sehr die Bar, die hat eine schöne Atmosphäre.

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Weitere gute Kultureinrichtungen sind das FZW mit Konzerten und Partys und das Fletch Bizzel. Von Juni bis Oktober läuft im Spiegelzelt vor den Westfalenhallen regelmässig das Comedyfestival RuhrHochDeutsch mit tollem Programm.

4. Heimatliebe: Die Kneipen- und Restaurantszene

So, jetzt kommt die vierte und letzte Heimatliebe: Die Kneipen- und Restaurantszene.
Wer nach Dortmund kommt, muss auf jeden Fall auch ein Bier trinken gehen! Gelegenheit dazu hast Du an vielen Stellen. Die größten Spots nenn ich Dir hier:

Alter Markt

Der Alte Markt ist das historische Zentrum der Stadt. Auch wenn auf Grund der Bombardierungen im zweiten Weltkrieg nicht viel historisches erhalten ist, ist der Alte Markt nach wie vor das Wohnzimmer der Stadt.

Hier sitzt man schön entspannt bei einem Bier und ggf. auch einem Essen und guckt, wer hier so rumläuft. Es gibt moderne Läden wie das Maximilian oder das Cotton`s, aber vor allem auch die typischen Dortmunder Kneipen wie das Wenkers, Pfefferkorn´s No. 1 und Zum Alten Markt.

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Kreuzviertel

Das Kreuzviertel ist ein Stadtteil mit vielen Häusern aus der Gründerzeit. Hier gibt es viele nette Kneipen, Cafés und Restaurants sowie einige coole, kleine Läden.
Meine Lieblingscafés hier sind das Café Asemann und das Kieztörtchen. Ganztags nett ist auch das Schönes Leben. Oder auch das Allegro, wo man abends schön unkompliziert auf ein Bier und ein anständiges Essen einkehren kann.

Zum Shoppen empfehle ich Unterhaltung Lieblingsstücke, wo es irgendwie alles gibt, den Frachtraum1 mit schönen Upcycling- und Industriemöbeln sowie den Damenbekleidungsladen Ügo.

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Kaiserstraße

Die Kaiserstraße beheimatet ebenfalls eine Menge schöner Läden. Ich mag dort besonders ganztags das Café Lotte, Kaiserstr. 15 oder die Küchenwirtschaft Bismarck. Für Burger-Liebhaber eignet sich der Hexenkessel. Die Suppenfabrik bietet einen schnellen Snack und die Kuhbar ein Eis zum Nachtisch.

So, das waren die Gründe, warum ich Dortmund liebe! Vielleicht hast Du ja auch mal Lust, Dortmund und das Ruhrgebiet zu besuchen? Es lohnt sich wirklich!

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2 Kommentare

  1. Pingback: Ein wunderbarer Herbstmorgen an der Hohensyburg in Dortmund - flowers-and-candies.de

  2. Pingback: Heimatliebe Ruhrgebiet - Besuch im Ruhr Museum - flowers-and-candies.de

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