Hoch auf den Berg und den Kopf frei bekommen

Berg

Kennst Du das auch, dass Dein Blick im Alltag oft so eng wird? Manchmal beiße ich mich gedanklich an Kleinigkeiten fest und ich bekomme das Gesamtbild nicht mehr hin. Kein schöner Zustand.

An solchen Tagen hilft es, auf einen Berg zu steigen und die Welt von oben anzusehen.

Ich hab mich die Tage an diversen Fragen bzgl. dieses Blogs festgebissen. Schon am frühen Morgen hatte ich tausend Gedanken im Kopf, die ich direkt gerne alle sofort umgesetzt hätte. Aber ich bin hier in Oberstdorf im Urlaub und kann nicht einen Tag am Laptop verbringen statt raus in die Natur zu gehen. Also habe ich entschieden, ich muss raus! Allein schon, weil das Wetter so fantastisch war.

Mein Ausflug zum Nebelhorn

Ich ziehe mich an und marschiere von meiner Ferienwohnung aus durch den Ort hin zur Talstation der Nebelhornbahn. Dies ist bei dem Wetter das perfekte Ziel. Viel laufen kann ich nicht, da ich mir im Urlaub ein paar orthopädische Probleme gefangen habe. Nicht ideal im Wanderurlaub, aber ich mache das Beste draus.

Also warte ich auf die Bahn. Wie ich da in der Gondel stehe, habe ich den Blog schon fast vergessen und freue mich auf die spektakuläre Landschaft oben.
Ich steige zwei mal um und bin ca. 30 Minuten später oben am Nebelhorn angekommen.

Es ist natürlich total trubelig, aber zum Gipfel muss ich schon auch rauf.

Berg

So steh ich da und schau in diese traumhafte Kulisse. Drüben auf einem anderen Gipfel beobachte ich einen Tourengeher, der den Berg dort drüben für sich ganz alleine hat. Er ist die Strecke zum Gipfel mit Skiern hochgelaufen. Ein Traum!
Während ich so da stehe und die Aussicht geniesse, schnallt er seine Ski unter und macht sich auf den Weg zurück ins Tal. Ich kann sein Glücksempfinden fast spüren, obwohl ich ihn auf die Entfernung kaum sehen kann.

Berg

Wanderung

Dann mache ich mich auf den Weg, um ein wenig dem Trubel am Gipfel und an der Station zu entkommen. Ich fahre runter zur Station Höfatsblick und suche den Wanderweg, den ich laufen will.

Da ist er. Ich mache mich auf den Weg und freue mich, das das Laufen heute besser klappt als gestern. Dabei geniesse ich einfach diese fantastische Landschaft.

Ich entdecke Spuren von Skifahrern, die fast nach Kunst aussehen.

Berg

Die besonderen Formen, die der Schnee in der Landschaft so zeichnet, beeindrucken mich immer, wenn ich um eine neue Ecke komme.

BergIch schau hinunter ins Tal und sehe, wie klein die Welt da unten ist. Irgendwo da unten liegt mein Laptop mit dem Zugang zum Blog, aber an den und meine tausend Fragen denke ich gerade nicht. Von hier oben ist alles so klein und alles weit weg. Wie erholsam!

Berg

Mein Fazit

Ich würd sagen, ich habe die Lösung entdeckt. Wir müssen öfter auf einen Berg steigen. Da liegt die Lösung vieler Fragen. Wie ich nämlich abends feststelle, sind über den Tag meine Fragen gereift und ich muss die Antworten nur aufsammeln.

Natürlich kann man nicht einfach von Hamburg in die Alpen fahren, um die Blickrichtung zu wechseln. Du kannst auch einfach auf eine Düne, eine Halde, einen Hügel steigen, um den Kopf frei zu bekommen. Und schöne Dinge entdeckst Du dort mit Sicherheit auch. Versprochen!

Berg

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2 Kommentare

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