Wie Du entspannt Deine Feste feierst

Feste

Wie feierst Du anstehende Feste? Deinen Geburtstag, Ostern, Jahrestage oder auch Weihnachten? Hältst Du Dich an die Erwartungen anderer oder siehst Du zu, dass Du selbst einen schönen Tag hast? Viele betreiben ziemlichen Aufwand und haben dann vor lauter Arbeit selber keine Freude mehr an dem Fest. Wenn das bei Dir auch so ist, ist dieser Artikel für Dich. 🙂

Erwartungen anderer

Oft ist es so, dass andere von uns eine bestimmte Form des Feierns erwarten. Zu Geburtstagen muss man alle Freunde und / oder Familie einladen. Wenn es in der Familie oder im Freundeskreis üblich ist, seine Anlässe in einer gewissen Weise zu feiern, ist es nicht ganz einfach, sich da auszuklinken.

Aber eine Feier zu organisieren, ist nicht so ohne. Die meisten Frauen wissen das. Es gibt immer viel mehr zu tun, als man zu Beginn so dachte. Die Wohnung muss sauber sein bevor die Gäste kommen und nachdem sie weg sind, muss ebenfalls wieder sauber gemacht werden. Es wird der Tisch gedeckt, gerne auch mit schöner, passender Deko. Es wird gekocht und gebacken. Am Tag der Feier wird bedient und Essen und Geschirr aufgetragen und wieder abgeräumt. Das ist immer viel Arbeit und wenn man es nicht geschickt anstellt, hat man selbst von der Feier gar nichts.

Hinzu kommt, dass es immer wieder schwierig ist, selber die Feiern der anderen zu besuchen, wenn man selber keine geben mag. Da steht dann oft die Entscheidung an, ob man sich ausgrenzt, wenn man selbst nicht einlädt. Schwierige Frage.
Aber vielleicht kannst Du auch Deine persönlichen Tage für Dich verbringen und sie geniessen und stattdessen zu anderen Gelegenheiten einladen. Zum Beispiel zum Neujahrsbrunch, zum Grillen im Sommer oder ähnlichem.

Unsere eigenen Erwartungen und Wünsche

Manchmal sind es aber auch nur wir selbst, die glauben, viel bieten zu müssen. Weil es bei anderen immer so schön ist. Oder auch, weil wir im Fernsehen oder in den Zeitschriften so schön vorbereitete Feiern sehen. Das hebt unsere Lust auf eine solche Feier und wir haben ein Bild vor Augen, wie es ablaufen soll.

Ich liebe auch Zeitungen wie zum Beispiel die Living at home. Da sind oft schöne Berichte über wunderschön vorbereitete Feste drin zu sehen. Mit vielen kleinen Köstlichkeiten, einer tollen Deko und wunderschöner Kulisse. Dann wünsche ich mir auch, so eine Feier ausrichten zu können. Das heißt, eigentlich wünsche ich mir eher, an so einer Feier teilzunehmen.

Denn, was man nicht sieht, ist dass hier ein ganzes Team für die Vorbereitungen zuständig war. Es ist schon ziemlich ambitioniert, als berufstätiger Mensch zu glauben, man könnte eine große Feier selber vorbereiten und dann auch nur annähernd Spaß an der Veranstaltung haben. Denn meist stellen wir unterwegs fest, dass es viel mehr Arbeit ist als gedacht und dass es doch wieder viel Stress gibt. Spätestens wenn die Gäste da sind, sind wir mehr als kaputt und wollen nur noch unsere Ruhe.

Mir selbst ist es tatsächlich vor Jahren passiert, dass ich meinen Geburtstag am Freitag Abend gefeiert habe und nach dem ersten Sekt auf der Couch eingeschlafen bin, als die Gäste da waren. Das fanden natürlich alle ziemlich erheiternd. Ich selbst musste auch drüber lachen, aber letztlich zeigte es nur, dass ich mich nach einer anstrengenden Woche im Job wohl ein wenig übernommen hatte.

Mein Tipp: Kläre für Dich selbst, was Du denn eigentlich am liebsten möchtest. Vielleicht möchtest Du wirklich viele Menschen um Dich haben, dann brauchst Du ein Modell, bei dem die meisten zufrieden sind, bei dem Du aber nur wenig Arbeit hast. Oder Du willst eher Deine Ruhe haben und den Tag geniessen? Was auch immer Dein Ding ist, sieh zu, dass Du Dir eine entsprechende Form realisierst.

Gute Alternativen für stressige Feiern

Ich finde, es gibt viele Varianten, die man ausprobieren kann, die nicht so viel Arbeit machen. Man muss sich nur trauen, mal etwas Neues auszuprobieren und die Gäste mit einer anderen Form des Feierns zu konfrontieren. Vor allem, wenn es um den eigenen Tag geht.

Hier sind meine Ideen für entspanntere Feiern:

  • Lass den Perfektionismus weg. Du musst nicht die abgefahrenste Party geben. Meist freuen sich alle nach einer anstrengenden Woche doch am meisten über ein bodenständiges Treffen, bei dem man einen entspannten Abend haben kann.
  • Hilfe einfordern: Bitte Deine Familienmitglieder oder Freunde, Dir zu helfen. Man kann sich ja immer gegenseitig unterstützen. Dann ist es für alle weniger stressig.
  • Du kannst eine Mitbringparty machen. Statt Geschenken bringt jeder etwas zu essen mit.
  • Oder Du wählst Essensformen, die einfacher vorzubereiten sind. Eine Einladung zum Frühstück oder zum Raclette sind oft entspannter als ein Buffet oder ein Menü.
  • Statt selber zu kochen, kannst Du Essen bestellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft gar nicht so viel teurer ist, Essen zu bestellen, als selber einzukaufen und zu kochen. Es muss ja nicht das Essen aus dem Sternelokal sein; ein paar Bleche gute Pizza z. B. machen oft glücklicher als ambitionierte Häppchen.
  • Du kannst es Dir auch noch einfacher machen und mit einer kleineren Gruppe essen gehen. Ich mag zum Beispiel sehr die Bergische Kaffeetafel hier im Bergischen Land. Da sitzt man lange gemütlich zusammen und hat viel Zeit zum Quatschen. Lade auswärts zum gemütlichen Frühstück ein. Eine weitere, eher günstige Variante ist es auch, den Mittagstisch zu nutzen, den viele gute Restaurants unter der Woche Mittags anbieten. Wenn Ihr also tagsüber unter der Woche gehen könnt, ist das doch eine gute und günstige Möglichkeit.
  • Lade alle zu einem Ausflug ein. Geht gemeinsam auf eine Wanderung, in den Zoo, ins Museum oder an einen See. Zum Essen bestellst Du vorher bei einem guten Bäcker Kuchen, Quiche oder ähnliches für unterwegs. Jeder bekommt zu Beginn ein Lunchpaket, das er selber trägt. So steht der Ausflug im Vordergrund und nicht die Qualität des Essens.
  • Lade zu einer Pyjamaparty ein und biete nur Knabberzeug und Süssigkeiten an. So wie wir es früher als Jugendliche am liebsten gemacht haben. Als Programm gibt es dann entweder Musik oder Filme aus Deiner Jugend. Fertig.
  • Du kannst natürlich auch Deinen Festtag irgendwo mit Deinen engsten Menschen auf Reisen verbringen. Was gibt es schöneres, als am eigenen Geburtstag oder Hochzeitstag in Rom auf einer Piazza zu sitzen und dort das dolce vita zu geniessen?

Rom

Nimm den Druck raus

Das Fazit ist also: Nimm den Druck raus und werde stattdessen lieber kreativ. Letztlich geht es doch darum, gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen. Und dafür ist kein Beweis Deiner Koch- und Dekokünste erforderlich. Macht lieber etwas Neues, Ungewöhnliches, vielleicht auch etwas Verrücktes. Das werden Deine Gäste bestimmt in Erinnerung behalten.

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2 Kommentare

  1. Christiane

    Liebe Maike,

    erst einmal Danke für deinen wunderbaren Blog. Ich freue mich immer, wenn ich einen Beitrag von Dir im Postfach habe 🙂

    Dein heutiger Beitrag spricht mir aus der Seele! Mir geht es seit Jahren so, dass kaum noch Feste feiere und wenn ich es tue, total gestresst bin und selbst nichts mehr von dem Fest habe, außer das ich mir wünsche alle mögen früh nach Hause gehen! Danke für deine Ideen und für den Schubs in die richtige Richtung!

    Lieber Gruß

    Christiane

    • Liebe Christiane!
      Da freu ich mich, dass Du Dich über meine Artikel immer freust! <3 Und vor allem freu ich mich, dass ich mit dem Feste-Beitrag einen Nerv getroffen habe.
      Dann drück ich Dir die Daumen, dass die nächsten Feiern etwas entspannter für Dich werden!
      Liebe Grüße!
      Maike

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