Winterliche Auszeit auf Norderney

Norderney

Ich war jetzt endlich auch mal auf Norderney. Alle schwärmen davon, aber ich hatte es bislang noch nicht hin geschafft. Nun hatte ich ein Seminar gebucht, das dort stattfinden sollte. Und so passte das doch prima!
Ich habe Dir ein paar winterliche Impressionen mitgebracht.

Irgendwie sind die deutschen Inseln bislang eher an mir vorbei gegangen. Ich war mal in den 90ern auf Sylt und vor eineinhalb Jahren auf Baltrum. Sonst kannte ich keine Inseln. Aber mein Plan ist, sie nach und nach in den nächsten Jahren alle kennenzulernen.

Der Urlaub beginnt sehr schnell

Gebucht hatte ich gemeinsam mit einer Freundin. Wir sind Samstags Morgens gemütlich mit dem Auto aus dem Ruhrgebiet losgezockelt. Ohne Stau waren wir in knapp drei Stunden in Norddeich-Mole. Dort haben wir das Auto abgestellt und uns zur Fähre begeben. Und dann beginnt doch gleich der Urlaub. Spitze!
Das gemütliche Warten auf die Fähre, die Freude auf die Überfahrt und das geruhsame Ankommen – Ich finde, entspannter kann ein Urlaub nicht beginnen.
So sehr ich auch die Fernreisen liebe, eine nur vier-stündige Anreise ist doch immer sehr bequem.

Erster Nachmittag in Norderney

Gegen 15 Uhr waren wir im Hotel und sind direkt losgelaufen Richtung Ort und zur Westküste. Die Sonne stand noch fett am Himmel und machte ein wunderbares Licht. Dabei war es aber kalt mit einem eisigen Wind. Wir haben uns ein wenig durchpusten lassen und sind die Strandpromenade einmal rauf und runter gelaufen.

Norderney

Da es dann recht frisch war, hatten wir Lust auf einen Tee. Die berühmte Milchbar war rappelvoll und uns sowieso zu rummelig. Die Marienhöhe passte da gut für uns: Ein hübsches, kleines Café an der Westküste. Dank der Lage auf einer Düne hat es von dort einen tollen Ausblick auf`s Meer.

Ich bin meist kein Teetrinker, aber bei einer steifen Brise freu ich mich auf einen heißen Tee, der beim Eingiessen der Sahne so schöne Wölkchen macht. <3
Da ich mich auf`s Video konzentriert habe, wurde es etwas viel Milch, aber was tut man nicht alles für den Blog… 😉
Hier musst Du jetzt mal den Play-Button drücken:

Nachdem wir wieder aufgewärmt waren, haben wir uns auf den Weg zurück Richtung Innenstadt gemacht, um dort Abend essen zu gehen. Dabei durften wir noch den wunderschönen Sonnenuntergang bewundern. Hach!

Norderney: Sonnenuntergang an der Westküste

Das ganze Wetter-Programm

Am Sonntag hatten wir noch einen freien Tag. Das Seminar sollte erst am Abend beginnen und so haben wir die Gelegenheit genutzt, einen Ausflug zur berühmten Weißen Düne zu machen.

Bei bestem Wetter haben wir uns auf den Weg durch die Dünen gemacht.

Norderney

Die Natur lag um diese Jahreszeit noch völlig brach und ich finde, das hat immer was ganz eigenes.

Norderney

Ich hab wieder Bäume voll mit Moos entdeckt. Das mag ich sehr und ich finde immer, diese Bäume haben durch das Moos immer sowas verwunschenes.

Norderney

Norderney

Unterwegs haben die kleinen Spatzen riesig Radau in den kahlen Hecken gemacht.

Norderney

Nach etwa 2 Stunden kamen wir dann an der Weißen Düne an, einem Lokal in einem großen Gebäude mit Kamin etc. Hier war es pickepackevoll. Aber wir hatten Glück und konnten noch einen Platz ergattern. So haben wir eine heiße Kartoffelsuppe verdrückt.

Norderney: Kartoffelsuppe in der Weißen Düne

Während wir dort sassen, fing es an zu schneien. So schön! Schnee am Meer finde ich immer wieder faszinierend.

Unser Rückweg war dann das genaue Gegenteil vom Hinweg. Am Strand lang ging es jetzt zurück durch wirklich trübes Wetter.

Norderney

Die Farben gleichen sich bei Schneetreiben sehr an. Man sieht noch beige und grau-blau und dabei verwischen die Konturen immer mehr. Das Licht wechselt immer wieder, so dass das ein großes Schauspiel ist.

Es war zu sehen, dass da noch ordentlich was im Anmarsch ist.

Norderney

Am Strand liefen wir an der gefrorenen Gischt von der letzten Flut vorbei.

Norderney

Wie immer gab es jede Menge Muscheln zu entdecken. Aber wie unwirklich sie bei dem Licht aussahen!

Norderney

Aber auch einen besonderen Stein haben wir entdeckt.

Norderney: Stein mit Herz aus Sand

Eine ganz besondere Stimmung war das da am Meer. Die Poller trugen lustige Mützen aus blondem Haar.

Norderney

Kurz vor dem Ort haben wir uns nochmal zum Aufwärmen ins Surfcafé gesetzt. Der Wind und die eisige Kälte hatten uns ganz schön zugesetzt. Da mussten wir mit einem leckeren Mandelkuchen gegenarbeiten. 🙂

Norderney: Kaffee und Kuchen im Surfcafé

Während wir im Café sassen, kam noch mal eine ordentliche Ladung Schnee vom Himmel.

Norderney: Schneefall

Übrigens landete, während wir da im Warmen sassen, ein Paddler am Strand an. Der war in einem Einer-See-Kanu unterwegs. Meine Herren, da hatten wir echten Respekt! Bei den Temperaturen  im Kajak auf dem offenen Meer unterwegs zu sein… Nicht schlecht!

Danach haben wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Das Seminar rief. Unterwegs haben wir die verschneiten Sommerutensilien bewundert. Man kann kaum glauben, dass hier bald wieder Menschen in Badekleidung unter den Schirmen sitzen.

Norderney: Verschneite Sonnenschirme

Ein toller Tag mit dem vollen Wetter-Programm!

Meine restliche Woche auf Norderney

Ich habe die Zeit hier sehr genossen. Meer im Winter finde ich immer faszinierend. Auch, wenn es diesmal wirklich sehr kalt und windig war.
Viel unterwegs war ich dann wegen des Seminars auf der Insel nicht mehr.

Aber auch die Abreise war ein wenig abenteuerlich. Wegen des Windes wurden einige Fährverbindungen gestrichen und wir waren nicht sicher, ob unsere noch gehen würde. Zum Glück hat alles geklappt und wir konnten auf`s Festland übersetzen. Aber irgendwie freu ich mich dann doch immer, wenn die Natur mal wieder zeigt, dass sie doch am längeren Hebel sitzt.

Wir waren echt beeindruckt von den Eisschollen auf dem Meer und von den zugeschneiten Bojen.
Sorry, ich hab hier nur Fotos für die Dokumentation. Die sind nicht schön geworden. Aber ich wollte nicht raus an Deck, um schönere Fotos zu machen. Da war es mir zu kalt. 🙂
Daher musst Du jetzt mit den Aufnahmen durch die dreckigen Scheiben vorlieb nehmen.

Norderney

Norderney

Auch der Hafen in Norddeich war mächtig vereist.

Norderney

Mein Fazit zu Norderney

Ich mag die deutsche See sehr gerne im Winter. Insofern hab ich die Zeit hier sehr genossen.
Dennoch glaube ich, dass Norderney nicht meine Lieblingsinsel wird. Der Ort ist mir dann doch zu groß und die Häuser sind mir zu funktionell. Dafür, dass Februar war, war die Insel jetzt schon sehr voll. Ich mag es lieber leerer. Aber so hat jeder seine eigene Insel-Liebe. Meine werde ich Dir noch mitteilen, sobald ich sie gefunden habe. 🙂
Aber dennoch war es eine schöne Zeit und ich hab mich gut erholt. Die Spaziergänge am Meer und durch die Dünen waren einfach fantastisch!

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Noch ein paar Tipps:

Wie für fast jede Reise habe ich gute Orte auf Foursquare gesammelt. Wenn Du auch Interesse an der Liste hast, dann findest Du sie hier.

Ich war im Rahmen eines Bildungsurlaubs auf Norderney. Wenn Du auch Interesse an sowas hast, kann ich Dir das Lohmarer Institut für Weiterbildung sehr empfehlen. Die Seminare, die ich bei ihnen gemacht habe, sind alle gut gewesen, die Orte waren sehr angenehm und die Preise sind absolut erschwinglich.
Zum Thema Bildungsurlaub werde ich demnächst noch einen separaten Artikel verfassen.

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6 Kommentare

  1. Pingback: Warum Du unbedingt eine Bucketlist führen solltest - flowers-and-candies.de

  2. Pingback: Norderney und wertvoller Input - Meine Glücksmomente der Woche (03/03/18) - flowers-and-candies.de

  3. Hallo Maike,
    Dann gefällt dir bestimmt Spiekeroog sehr gut. Sehr natürlich und wenig Häuser bzw. Geschäfte. Mag ich auch sehr gerne, aber für Alleinreisende, glaube ich jedenfalls, zu wenig los.
    Beste Grüße Meike

  4. Liebe Maike, das war wie immer ein toller Bericht . Ich kann dir die nordfriesischen Inseln empfehlen . Föhr mit unserem Lieblingsort Nieblum würde dir sicher gut gefallen . Die vielen Reetdachhäuser das ist für mich typisch Insel . Amrum ist auch sehr schön , hier reizt der riesige Strand u die Dünenlandschaft .
    LG Anne

    • Hallo Anne,
      ich glaube, Föhr und Amrum muss ich mal in Angriff nehmen. Das hab ich jetzt schon öfter gehört. 🙂
      Liebe Grüße!

  5. Pingback: Frühlings-Sehnsucht und Frauenpower - Meine Glücksmomente der Woche (31/03/18) - flowers-and-candies.de

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