Berge, Seen und Beatles – Meine Glücksmomente der Woche (18/07/20)

Obersee: Pärchen von hinten vor Obersee

Diese Woche hatte ich Urlaub und war in Süddeutschland unterwegs. Da fiel es leicht, viele Glücksmomente zu entdecken. Ich hab sie alle eingesammelt und mitgebracht. 🙂
Hier geht`s lang!

Zwischenstop in Greding

Den Weg in den Süden wollte ich entspannt gestalten und einen Zwischenstop in Greding kurz vor Ingolstadt an der A9 eingelegt. Und das war echt nett da.

Ich war gegen 15 Uhr da, war erst mal was essen und dann hab ich eine Runde durch den kleinen Ort gedreht. Ich war noch gar nicht weit gekommen, da entdeckte ich eine Mohnwiese vor der alten Stadtmauer. Und in unmittelbarer Nähe eine Bank. Also habe ich Block und Stifte ausgepackt und habe ein bißchen gemalt.

Nach einer Weile kam eine alte Dame mit Rollator den Berg hoch. Ich hab ihr angeboten, mit meinem Equipment zu rutschen, so dass sie eine Pause auf der Bank machen kann. Und so kamen wir ins Gespräch. Das war sehr nett. Sie hat erzählt, wie sie als Kinder dort gespielt haben. Dass sie zwischendurch lange weg war und im Alter zurück gekommen ist. Und wie schnell die Zeit vergeht. Wie sie hier als Kinder auf einem Geländer balanciert sind und dass sie jetzt kaum noch den Berg hoch kommt. Das hat mich sehr berührt und ich mochte ihren Blick zurück, der sehr von Dankbarkeit geprägt war.

Irgendwie passend dazu hat sie mich dann hoch auf den Berg geschickt um mir bei der Basilika noch das Beinhaus anzusehen. Das ist eine Kapelle, in deren Untergeschoss sich die Gebeine von etwa 2.500 Personen befinden. Offenbar hatte man im 14. Jahrhundert nicht ausreichend Platz auf dem Friedhof, daher wurden viele Tote wieder ausgegraben und ihre Gebeine hier gelagert. Irgendwie ein bißchen gruselig, aber dennoch gehört es auch zum Leben.

Greding: Martinsbasilika

Ich mochte diese Stadt sehr. Hier finden sich noch viele Gebäude aus dem Barock, die Gärten sind wunderschön gepflegt, die Menschen sehr freundlich. Überall wird man gegrüßt. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt. Und ich kann nur empfehlen, auf dem Trip in den Süden hier einen Zwischenstop einzulegen.

Chiemsee

Meine nächste Station war der Chiemsee. Er lag quasi mitten auf dem Weg zum Ziel, da musste ich doch anhalten. Ich habe dort erst mal gemütlich in einem netten Café am See gefrühstückt.

Danach habe ich dort meine erste Urlaubs-Wanderung gemacht. Tolle Ausblicke bot der See! Total schön!

Chiemsee: Segelboot vor Herrenchiemseeinsel
Chiemsee: Paddelbotte am Ufer

Bad Reichenhall

Nach der Stippvisite am Chiemsee ging es weiter nach Bad Reichenhall. Das hatte ich für 4 Nächte gebucht, weil ich mal was Neues entdecken wollte.
Bad Reichenhall ist berühmt für seine Sole und das daraus gewonnen Salz. Außerdem ist es seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch Kurort.

Bad Reichenhall: Kurpark
Die Wandelhalle im Kurpark von Bad Reichenhall

Mir hat`s da gut gefallen. Der Kurpark ist toll. Er ist wunderschön angelegt und sehr gepflegt. Überall stehen hochwertige Liegen und Stühle, in denen man Pause machen kann.
Interessant ist auch das Gradierhaus. Hier läuft das Solewasser über Reisigzweige von oben nach unten und sorgt so für salzhaltige Luft.

Auch die Altstadt am anderen Ende der Stadt ist hübsch. Hier ist es total ruhig und gemütlich. Vor allem die alte Saline mochte ich. Ein Industriedenkmal, in dem sich heute Geschäfte, Restaurants, das Salzmuseum und Salzbergwerk befinden.

Bad Reichenhall: Saline

Ich mochte es hier. Und in dem Hotel, das ich so kurzfristig gebucht hatte, habe ich mich total wohl gefühlt.

Übrigens: Auf die Region Berchtesgadener Land war ich durch Zufall über die Seite Lichter der Welt gekommen; ein Fotoblog, der tolle Orte für Fotografen zusammenträgt. Falls Du ihn als Fotograf*in noch nicht kennst, schau da mal vorbei. Und auch als Reisezielsuchende haben sie mich mit ihrem Artikel über die 8 (von insgesamt 16) spektakulärsten Naturparks Deutschlands auf die Idee gebracht, ins Berchtesgadener Land zu fahren.

Ausflug zum Königssee

Am Montag hab ich einen Ausflug zum Königssee gemacht. Ich war noch nie dort und wollte ihn trotz Touri-Alarm unbedingt mal sehen.

Und ich war echt beeindruckt! Der See ist wunderschön! Smaragdgrün liegt er da in einem Fjord-artigen Tal-Kessel. Er ist 8 Kilometer lang. Das vermutet man gar nicht, wenn man an der Schiffsanlegestelle steht. Wege um den See herum gibt es nicht. Man muss also eines der Elektroboote nehmen, wenn man ans andere Ende will.

Königssee: Elektroboot vor Felswand

Unterwegs hat man Aussicht auf die barocke Kirche St. Bartholomä. Ausgestiegen bin ich hier nicht. Mir reichte der schöne Anblick vom Wasser aus.

Königssee: Kirche St. Bartholomä

Ich bin bis zur Endstelle Salet gefahren, weil ich dort den Obersee anschauen wollte. Das habe ich auch gemacht. Aber es war mir zu voll, daher bin ich nicht so weit ins Tal marschiert, wie ich eigentlich wollte. Mir waren es doch zu viele Menschen. Aber ich hab ein paar schöne Fotos eingesammelt und freu mich sehr darüber.

Obersee: Hütte mit Steg vor grünem See

Ausflug nach Ramsau

Dienstag bin ich dann nach Ramsau gefahren und bin dort den sogenannten Malerweg gelaufen. Denn schon die Maler der Romantik sind hier hergekommen wegen der schönen Motive.

Die erste Station war die Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau, die wohl jeder kennt, der bei Insta oder Pinterest unterwegs ist. Sie liegt aber auch wirklich idyllisch da in Ramsau am Fluss.

Von dort aus ging es weiter durch den Zauberwald. Und der ist wirklich so zauberhaft, dass ich sagen würde, es ist der schönste Wald, in dem ich jemals war. So mysthisch; man glaubt fast, dass sich hier die Trolle und Elfen verstecken.

Zauberwald Ramsau: Bemooste Steine
Zauberwald Ramsau
Zauberwald Ramsau: Treppen zwischen Felsen
Zauberwald Ramsau: Vermooster Baumstumpf und Blaubeeren

Auf dem weiteren Weg kommt man zum Hintersee, den man einmal umrunden kann. Auch dieser liegt traumhaft.

Gut, auf der südlichen Seite geht die Strasse dran lang, aber das Stück ist nicht allzu lang und dafür ist die andere Seite total schön.

Mir hat die Region echt gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch mal wieder kommen. Die bekannten Spots, die ich besucht habe, würde ich allerdings eher ausserhalb der Saison besuchen. Jetzt im Juli war es dort doch sehr voll. Und irgendwie empfinde ich das grad jetzt während der Pandemie noch unangenehmer als sonst. Ich denke, wenn ich mir weniger bekannte Touren ausgesucht hätte, wäre es sicher anders gewesen.
Aber egal, es waren schöne Tage dort und die Landschaft war ein Traum!

Eigentlich wollte ich nach Bad Reichenhall noch ein paar Tage im Süden bleiben. Da das Wetter dort aber so schlecht wurde, bin ich dann am Mittwoch wieder heim gefahren. Aber es war schön, ein paar Tage in den Bergen zu verbringen und es kam mir viel länger vor, weil ich alles noch nicht kannte.

Wanderung in der Heimat

Am Freitag bin ich dann zuhause noch mal losgezogen und war das erste Mal im Muttental in Witten. Ich habe nämlich überlegt, dass ich gerne zusehen will, mehr neue Ecken zu entdecken. Das ist eine hübsche Wanderung, die durch das frühere Kohleabbaugebiet führt, das sich die Natur komplett zurück geholt hat. Schöne Landschaft und zwischendurch gibt es immer wieder Stationen, an denen der Bergbau erklärt wird und noch Relikte zu sehen sind.

Gelesen, geguckt, gehört

Podcast „Weltwach“

Auf dem Weg in den Süden habe ich durchgängig Folgen aus dem Podcast „Weltwach“ mit dem Buchautor Erik Lorenz gehört. Ich hatte ihn durch Zufall entdeckt und fand ihn wirklich toll. Erik Lorenz interviewt hier Leute, die spannende Reisen gemacht haben. Und dabei geht es immer um aussergewöhnliche Erlebnisse und um die Veränderung der eigenen Persönlichkeit beim Reisen. Dabei hat er auch bekannte Menschen wie z. B. Reisefotograf Michael Martin (den liebe ich ja sehr), Steve McCurry, Reinhold Messner, Ranga Yogeshwar und viele mehr. Ich habe mir als erstes die Folge mit Katharina Afflerbach angehört, die drei Sommer als Sennerin auf einer Schweizer Alp gelebt hat. So tolle Einblicke und mein Tipp für alle Reisefans!

>>> Podcast Weltwach

Podcast “Alben für die Ewigkeit”

Noch einen Podcast hab ich entdeckt. In “Alben für die Ewigkeit” besprechen Stephan Kleiber und Martin Busch von Radio 91.2 (für Nicht-Dortmunder: Das Dortmunder Lokalradio) eben genau das: Platten bzw. CDs, die Klassiker geworden sind. In ca. 15 Minuten gibt es Hintergrund-Infos und Ausschnitte der Stücke. Gehört hab ich als erstes die Folge über “Stg. Pepper`s Lonely Hearts Club Band” von den Beatles und “Back to Black” von Amy Winehouse. Fand ich beide super! Tolle Inhalte für alle, die Interesse an guter Musik haben.

>>> Podcast “Alben für die Ewigkeit”

“The Beatles – Die Audiostory”

Auf dem Rückweg von Bad Reichenhall habe ich mich die gesamte Fahrt über mit den Beatles beschäftigt. Und zwar habe ich mir erst das 4-stündige Hörbuch zu ihrer Geschichte angehört. Das hat mir echt gut gefallen. Man erfährt viel aus ihrer gemeinsamen Geschichte, zwischendurch wird ihre Musik und Originaltöne aus Interviews und von Zeitzeugen eingespielt. Ich fand es super kurzweilig.
Und die restlichen 3 Stunden habe ich dann einfach meine Beatler-Playlist laufen lassen. Ich finde ja, zum Autofahren eignet sich die Musik von ihnen perfekt.

>>> The Beatles – Die Audiostory*

Das war meine sehr gut gefüllte Woche. Ich wünsche Dir jetzt ein schönes Wochenende! Lass es Dir gut gehen!

Alles Liebe für Dich – love & peace!

Deine Maike

*****************************************

Die Reihe “Glücksmomente der Woche” ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise! 
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein. 

*Ich mache nur noch sehr wenige Kooperationen und bekomme so in der Regel kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. So auch in diesem Falle. Sollte es mal anders sein, benenne ich das im Text entsprechend, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.

Möchtest Du diesen Artikel teilen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.