Heide, Bänke und Westfalenpark – Meine Glücksmomente der Woche (08/08/20)

Immer am Samstag schreibe ich hier über meine Glücksmomente der vergangenen Woche. Denn: Wir versacken so schnell in unseren Alltagspflichten, dass die guten Momente dann leider kaum noch stattfinden. Und dabei braucht es oft gar nicht viel. Manchmal reicht es schon, für eine Viertelstunde den Schreibtisch gegen den Stadtpark zu tauschen. Oft geht es einfach mal wieder darum, sich zu spüren und ins Hier und Jetzt zu kommen.
Und manchmal ist es dann doch erforderlich, sich selbst aus dem Trott zu reißen und ein Wochenende rauszufahren. Und damit wir alle immer wieder dran denken, dass das Leben schöner wird, wenn wir mehr Kür und weniger Pflicht einbauen, schreibe ich jede Woche meine persönlichen Glücksmomente zusammen. Vielleicht gibt es da für Dich die ein oder andere Inspiration?

Unterwegs in der Lüneburger Heide

Das letzte Wochenende war ich mit Janine in der Lüneburger Heide. Und das war wirklich toll da. Die Heide hat leider noch nicht geblüht, aber sie ist kurz davor. Aber auch ohne Blüte ist das eine wunderbare Landschaft. Die weiten Flächen ermöglichen es unglaublich weit zu gucken. Mich persönlich erdet ja dieses “weit gucken können” immer total.

Die Landschaft besteht vor allem aus Heidepflanzen mit Blaubeerbüschen, Wacholder und Eichen. Eine ganz andere Naturlandschaft, als ich sie aus den übrigen Teilen Deutschland kenne. Und sie ist wunderschön.

Samstag Morgen sind wir in der Heide bei Oberhaverbeck gewandert. Das Wetter war perfekt. Während es zuhause ziemlich warm war, hatten wir hier angenehme 29 Grad und einen durchgängigen Wind. Dazu die ganzen Entdeckungen unterwegs: Vereinzelte Heidebüsche blühten dann doch schon ganz leicht. Über den gesamten Feldern hing ein ganz zarten lila Schleier, so dass wir eine Idee davon bekamen, wie fantastisch es hier sein muss, wenn alles in Blüte steht. Und dazwischen entdeckten wir kleine bunte Blumen.

Immer wieder begegneten uns auch die kleinen blauen Falter, die überall über den Blumen unterwegs waren.

Lüneburger Heide: Lila-blühende Pflanze mit blauem Schmetterling

Lüneburg

Am Nachmittag sind wir dann noch nach Lüneburg gefahren. Lüneburg hat mich sehr begeistert. Ein schöne, lebhafte Hansestadt mit vielen historischen Gebäuden, hübschen Geschäften und vielen Kneipen und Restaurants. Jetzt am frühen Abend waren fast alle Tische auf den Strassen besetzt und es war wirklich nett dort.

Dabei war es aber nicht zu voll, so dass man die Abstände gut einhalten konnte.

Bevor wir uns aber irgendwo hingesetzt haben, haben wir erst mal eine Runde durch die Altstadt gedreht.

Hier lohnt es sich, immer wieder stehen zu bleiben und die Fassaden zu bewundern.

Anschliessend haben wir uns dann beim Griechen Frappé niedergelassen und dort köstlich gespeist.

Ein wirklich schöner Abend in einer tollen Stadt.

Eine Bank im Grünen

Sonntag nach dem Frühstück habe ich dann noch einen Spaziergang gemacht, bevor ich wieder ins Ruhrgebiet gefahren bin.

Abgeerntetes Feld mit zwei Strohballen und Baum

Und unterwegs habe ich eine Bank entdeckt, die mich sehr angerührt hat.

Was für eine schöne Idee von Inge und Harro, den Menschen, die hier vorbei kommen, gleich zwei Geschenke zu machen: Zum einen die guten Wünsche, zum anderen eine idyllisch gelegene Rastgelegenheit mit Blick auf eine Pferdekoppel. Was für eine tolle Möglichkeit, Gutes in die Welt zu bringen.

Das war ein wirklich tolles Wochenende! Ich stelle mal wieder fest:

  • Auch für so kurze Zeit lohnt es sich, die Koffer zu packen.
  • Gerade, wenn der Alltag trubelig ist, MUSS man verreisen.
  • Der Preis eines Wochenendtrips ist im Verhältnis zum Erlebniswert vergleichsweise gering.
  • Neues zu entdecken ist so wertvoll.

Mein Tipp für Dich: Wenn Du noch nach einem (Kurz-)Reiseziel für die nächsten Wochen suchst, fahr in die Lüneburger Heide. Die Gegend ist wunderschön, Lüneburg lohnt auch länger als einen Abend und die Heideblüte steht bald an. Es heißt, die Heide blüht vom 8.8. bis 9.9. Oder auch von Mitte August bis September. Es war an diesem Wochenende angenehm leer, wobei ich vermute, dass er zur Blütezeit voller wird. Aber da die Region sehr weitläufig ist, sollte es möglich sein, genug Abstand zu halten.

Erfolgreicher Business-Montag

Am Montag hatte ich beruflich großes Glück. Wir hatten gleich zwei Veranstaltungen geplant: Das Netzwerktreffen für Veranstalter*innen der Digitalen Woche Dortmund und die BARsession. Wir wollten den Sommer nutzen und haben uns im Westfalenpark bei den Juicy Beats Park Sessions eingeklinkt. Also unter freiem Himmel und Corona-sicher. Und wir hatten so ein Glück mit dem Wetter. Nachdem die Voraussage die letzte Woche durchgängig für alle Tage gutes Wetter anzeigte, aber ausgerechnet für Montag Regen, hatten wir dann doch Glück und durften bei 23 Grad ein trockenes Event durchführen. Das war super! Auch wenn alle ihre Masken getragen haben, hat es total Spaß gemacht, alle mal wieder in echt zu sehen, netzwerken zu können und den Leuten in die Augen schauen zu können, während wir unsere Infos zur Woche abgeben. Noch dazu war die Location echt cool und brachte ordentlich Sommer-Feeling mit.

Noch mal Westfalenpark

Dienstag nach dem Dienst war ich gleich noch mal im Westfalenpark. Ich habe mir nämlich für meine morgendlichen Laufrunden eine Jahreskarte für den Park gekauft, weil ich mal eine alternative Strecke walken will.

Westfalenpark: Durch ein Loch in den rosa-farbenen Rosenranken sieht man den Kopf des Florianturmes

Und dazu hab ich Decke und Buch mitgenommen. Ich bin ein bißchen durch den Park gelaufen und habe mich dann auf einer Decke niedergelassen und habe gelesen. Das tat echt gut, nach dem Dienst raus in die Natur zu kommen.

Westfalenpark: Gelbe Blumen vor Wiese und Bäumen

Gelesen, geguckt, gehört

Buch “Der unsichtbare Garten”

Meine Lektüre im Westfalenpark war ein Buch, das direkt mit auf die Liste meiner Lieblingsbücher wandert: “Der unsichtbare Garten” von der Französin Karine Lambert.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Vincent, der die Diagnose bekommt, dass er innerhalb der nächsten drei bis fünf Wochen erblinden wird.

Der Klappentext:
Vincent wird erblinden. Eine seltene Augenkrankheit zerstört alle Träume, alle Zukunftspläne des jungen Mannes. Rastlos arbeitet er eine Liste an letzten Abenteuern und Wünschen ab. Erst bei einem Besuch auf dem Land findet er wieder zu sich. Er will den verwilderten Gemüsegarten seines Großvaters bestellen, solange er noch sieht. Und während er jätet, gräbt und sät, tritt Nachbarin Coline zwischen seine Cosmeen und Küchenkräuter. Wenn er sich einer Fremden öffnen kann, dann vielleicht auch einer Welt in neuen Farben?

Und obwohl das nach schwerem Stoff klingt, ist es das überraschenderweise gar nicht. Man begleitet Vincent dabei, wie er erst an der Diagnose verzweifelt, aber dann viele wertvolle Entdeckungen macht.
Mich hat es sehr berührt und ich finde, es macht unglaublich Mut. Ein tolles Buch, das grad in diesen Zeiten so wertvoll ist.

>>> Karine Lambert: “Der unsichtbare Garten”

Buch "Der unsichtbare Garten" auf einem Tuch auf einer Wiese liegend

Den Artikel mit meinen Lieblingsromanen findest Du übrigens hier.

Hinweis: Das Buch habe ich auf meinen Wunsch hin vom Verlag kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen.

Eine Frage an Dich

In dem Zusammenhang noch eine Frage an Dich: Wie sammelst Du Deine Glücksmomente? Schreibst Du sie Dir auf? Hast Du ein Glückstagebuch? Schreibst Du jeden schönen Moment auf einen kleinen Zettel und wirfst ihn in einen Behälter? Bloggst Du sie wie ich auf einem Blog? Oder postest sie bei Instagram? Oder tust Du nichts dieser Art?
Ich kann sagen, für mich war es ja eher Zufall, dass ich diese Reihe auf dem Blog gestartet habe. Und ich bin dran geblieben, weil ich gemerkt habe, dass es meine Leser*innen so interessiert. Und ich merke selber, dass das Aufschreiben meiner Glücksmomente mein Leben wirklich besser macht. Ich wertschätze die guten Momente im Leben so ein zweites Mal und empfinde Dankbarkeit. Hinzu kommt, dass ich sie immer noch mal nachlesen kann. Gerade in schlechteren Zeiten ist das eine gute Sache. Für mich hat sich das so zu einer sehr wertvollen Routine entwickelt. Insofern möchte ich nochmal die Anregung an Dich aussprechen, nicht nur regelmässig hier vorbei zu schauen, sondern auch Deine eigenen Glücksmomente einzusammeln.

So, das war es aber jetzt von mir. Dir wünsche ich ein schönes Wochenende! Sieh zu, dass Du wieder viele Glücksmomente hast und lass es Dir gut gehen!

Alles Liebe für Dich – love & peace!

Deine Maike

*****************************************

Die Reihe “Glücksmomente der Woche” ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise! 
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein. 

*Ich mache nur noch sehr wenige Kooperationen und bekomme so in der Regel kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. So auch in diesem Falle. Sollte es mal anders sein, benenne ich das im Text entsprechend, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.

Möchtest Du diesen Artikel teilen?

3 Kommentare

  1. Hallo Maike, ich schreibe mir meine Glücksmomente nicht auf, setze mich aber jeden Abend vor dem schlafen gehen hin und lasse Revue passieren, wofür ich heute dankbar war. Das ist immer wieder ein schönes durchströmendes Gefühl, mit dem man den Tag abschließt und gut in die Nacht kommt. LG!

  2. Guten Morgen Maike,
    regelmäßig lese ich deine Glücksmomente und habe dadurch schon viele schöne Anregungen erhalten, danke dafür. Die erfreulichen Momente gehen im Alltag so schnell “verloren“, da ist es eine gute Idee, sie in Form eines Wochenrückblicks festzuhalten und sie nochmal bewusst zu erleben. Sie wertschätzen und auch dankbar zu sein, dass es uns so gut geht.
    Lieben Gruß und einen schönen Sonntag, Marita

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.