Familytime, Wolle und Selfcare – Meine Glücksmomente der Woche (07/11/20)

Fast jeden Samstag schreibe ich hier über meine Glücksmomente der vergangenen Woche. Denn das ist – jedenfalls für mich – der Sinn des Lebens. Möglichst viele gute Momente zu erleben. Vielleicht findest Du dabei ja ein paar Anregungen?
Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

Fertige Ergebnisse und Wolle-Bevorratung

Ich glaube, dieser Winter ist gesichert, was das Stricken angeht. Ich hab mir Samstag Wolle für Socken gekauft. Ich hab noch nie Socken gestrickt, aber ich will das mal versuchen. Also hab ich zwei Knäuel Sockengarn gekauft.

Und da man ja manchmal etwas größenwahnsinnig sein muss, hab ich auch noch Wolle für eine Strickjacke mitgenommen. Nun ja. Man wächst an seinen Aufgaben. 😉

Immerhin haben die guten Absichten dazu geführt, dass das Schalprojekt, das seit letztem Spätsommer auf seine Fertigstellung wartet, nun endlich abgeschlossen ist. Ich habe einen neuen Schal und ich werde ihn tragen! Hooray! 🙂

Ich stelle fest, mein Spiegel ist nicht Influencer geeignet. Sowohl von der Breite her, als auch vom Standort. Naja, machst nix.

Diese Strick-Sache hat etwas Gutes: Ich habe mir vor einigen Jahren eine doofe Angewohnheit zugelegt. Wenn ich was im Fernseher gucke, habe ich häufig das Smartphone oder iPad dabei. Da gucke ich dann immer noch irgendwas nach, was oft viel länger dauert als nötig oder ich spiele parallel irgendwelche sinnfreien Spiele. Wenn ich stricke, geht das nicht. Das finde ich ziemlich gut.

Sonnen-Sitzung

Nach dem Wollkauf am Samstag bin ich noch durch die Herdecker Fußgängerzone gelaufen. Spontan hab ich mich dort beim Bäcker auf eine Zitronenrolle in der Sonne niedergelassen. Eigentlich hatte ich die Draussen-Sitz-Saison schon abgeschlossen, aber da es so mild und schön war, hab ich die Stunde gerne noch mitgenommen.

Sonniger Herbst-Spaziergang

Anschliessend hab ich mich mit meinen Eltern und meiner Tante getroffen. Wir sind zusammen spazieren gegangen. Das war total schön. Zum einen war das Wetter so toll, zum anderen habe ich es so genossen, weil wir lange nicht zu viert spazieren waren und weil es die nächsten Wochen ja auch nicht mehr geht.

Toll! Die Sonne tat echt gut und das Laub leuchtete so schön!

Überhaupt finde ich, dass der Herbst sich grad maximal anstrengt, die aktuelle Situation für uns so erträglich wie möglich zu machen. Der goldene Oktober hat sich zwar ein wenig verspätet, aber er findet genau jetzt statt. Darüber freue ich mich sehr!
Ich habe die Aufforderung der Natur genutzt, und habe die Woche ein paar mal eine längere Mittagspause gemacht und bin raus in die Natur gegangen. Das hat so gut getan! Danach hatte ich wieder frische Energie für die „Nachmittagsschicht“.

In der dunkleren Jahreszeit ist es mit normalen Arbeitszeiten ja eher schwierig, unter der Woche noch Tageslicht abzubekommen. Daher werde ich die Variante mit der längeren Mittagspause wohl mal öfter nutzen. Das kommt mir sehr entgegen. Gerade im Homeoffice verwischt die Mittagspause ja schnell mit der Arbeit. Dann lieber mal den Arbeitsplatz verlassen und wenigstens eine Runde um den Block laufen. Oder – wenn möglich – in den Wald.
Und wenn all das nicht geht, macht es Sinn, sich zumindest für die fantastischen Sonnenauf- und untergänge, mit denen wir aktuell verwöhnt werden, ein paar Minuten Zeit zu nehmen und in den Himmel zu gucken.

Selfcare

Diese Woche wurde mir noch mal deutlich, dass ich mich mehr dem Thema Selbstfürsorge widmen muss. Ich habe die letzten Wochen ziemlich viel Energie in die Arbeit gesteckt, die Welt draussen dreht noch mehr durch und diese Pandemie ist auch einfach Kacke. Schwierige Zeiten.

Das alles hat mir ganz schön Energie gesaugt. Und dann passiert es mir manchmal, dass ich in dem ganzen Mist versacke. Die Arbeit wabert dann zu sehr in die Freizeit, ich hänge doch mehr im Newsticker als gewollt und die guten Dinge im Leben finden nicht mehr statt. Die Energie geht noch mehr in den Keller. Ein Teufelskreis. Das merke ich sofort, weil ich total aus meiner eigenen Mitte gerate.

Der Mechanismus ist immer der gleiche: Ich tu zu viel, was mir Energie nimmt. Und dann schaffe ich es nicht mehr, die Disziplin aufzubringen, um die Dinge zu tun oder zu lassen, die gut für mich sind. Denn Disziplin erfordert Energie. Ich war lange kein Freund von Disziplin, weil ich es immer mit Dingen verbunden habe, die ich tu, weil ich muss. In Sachen Selbstfürsorge aber habe ich gelernt, dass sie hier wirklich sinnvoll und hilfreich ist.
Früher kam ich aus diesem schlechten Modus nicht wieder gut raus. Heute weiß ich: Es sind oft wenige Stunden, die mir helfen, die Situation wieder umzubiegen.

Die Erkenntnis dazu kam am Mittwoch morgen. Also habe ich mir am Morgen dazu zwei Stunden gegönnt und habe mir wieder vergegenwärtigt, dass ich jetzt ein, zwei Dinge tun muss, um das Ruder wieder rumzureissen. Ich habe mich an das erinnert, was mir in solchen Momenten hilft. Zunächst bin ich auf die Matte gegangen und habe dort 20 Minuten Yoga gemacht. Und dann habe ich mich für eine verlängerte Mittagspause entschieden und bin eineinhalb Stunden in den Wald gegangen. Dazu habe ich einen Tag ohne Soziale Medien (zumindest in meiner Privatzeit) und ohne Nachrichten verbracht. Das hat schon gereicht. Innerhalb von 12 Stunden war ich wieder neu zusammengesetzt.

Was mir auf diesem Weg immer hilft, sind zwei Listen:

Zum Einen eine Selfcare-Liste, auf der die ganz grundlegenden, elementaren Sachen stehen, die ich brauche, um gesund zu bleiben – körperlich und seelisch.

Diese Punkte sind wohl ziemlich allgemeingültig, wenn man Yoga mit Bewegung ersetzt.

Eigentlich so logisch und einfach. Aber manchmal vergisst man ja auch das. Die Selfcare-Liste hängt auch gerade bei mir an der Wand, damit ich beim Vorbeigehen immer daran erinnert werde.

Und zum Anderen habe ich eine Liste der “Guten Dinge”, die das all das enthält, was ich in meiner Freizeit gerne tu, wenn grad keine anderen Menschen verfügbar sind.

Manche mögen es albern finden, sich diese Punkte aufzuschreiben. Aber ich stelle immer wieder fest, dass es Zeiten gibt, wo mir nichts einfällt, was ich Gutes für mich tun könnte. Diese Listen helfen mir dabei, mich wieder an das zu erinnern, was mir wichtig ist.
Die Listen sind Teil meines Papierkalenders, den ich immer bei mir habe. So kann ich immer drauf schauen, wenn ich Anregungen brauche.

Reconnect – Auszeit zu Allerheiligen

Vor drei Wochen hatte ich in meinen Glücksmomenten über das Buch “Reconnect” geschrieben. Ein Buch, mit dessen Hilfe wir uns wieder mehr mit den Jahreszeiten verbinden können. Ich finde es fantastisch und so habe ich mich gefreut, dass am 1.11. mit Allerheiligen eine neue Phase angebrochen ist, wo es wieder neue Anregungen gab.

Einen Teil der Ideen habe ich direkt umgesetzt, andere werde ich in den nächsten Tagen noch angehen. Ich habe eine Meditation gemacht, werde noch mit einer Aufgabe raus in den Wald gehen, werde Dinge aufschreiben. All das hilft mir dabei, mich zu erden und die Besonderheit dieser dunklen Jahreszeit noch mehr zu erkennen.

Buch auf Holztisch: Maren Schneider: Reconnect - Wie wir uns wieder mehr mit der Natur verbinden

Anmerkung: Das Buch hatte ich auf meinen Wunsch hin kostenlos vom Verlag bereit gestellt bekommen. Meine Empfehlungen haben aber wie immer nichts damit zu tun, ob ich etwas umsonst bekomme oder nicht.

Naturdüfte

Schon lange mag ich natürliche Düfte gerne. Was gibt es schöneres als durch einen Nadelwald zu laufen und die Gerüche dort einzuatmen?
Besonders liebe ich den Duft von Zirbelholz. Das mag auch daran liegen, dass es in der Pension, wo ich in meiner Jugend meine Ski-Urlaube verbracht habe, bei Burkerts in Ochsengarten, eine Zirbenstube gab. Der ganze Raum – Möbel und Wände – bestand aus Zirbenholz. Und so hat sich die Liebe zu diesem Duft tief in mein Gehirn eingefräst.

Im letzten Herbst habe ich ein paar entsprechende Produkte gekauft. Für das Wohnzimmer habe ich ein kleines Häuschen aus Zirbelholz bestellt. Und im Schlafzimmer eine kleine Zirbelholzschale mit entsprechenden Holzspänen. Dazu das Zirbelkiefer-Aromaöl von Primavera in Bioqualität. Ich bin bei vielen Duftprodukten immer ein wenig zögerlich, wenn ich nicht weiß, welche Stoffe da drin sind. Deshalb achte ich darauf, diese in Bioqualität von seriösen Herstellern zu kaufen.
Jetzt zum Herbst habe ich alles wieder rausgeholt und ich freu mich total über den schönen Duft.

Auf der Seite von Primavera* findest Du übrigens auch einen schönen Artikel mit Ideen, wie man sich die Düfte des Waldes noch nach hause holen kann.

Abschluss der Digitalen Woche Dortmund 2020

Seit einem Jahr habe auf die Digitale Woche Dortmund, kurz #diwodo20 hingearbeitet. Ich organisiere diese Woche, wo Unternehmen und Institutionen aus Dortmund Events rund um die Digitalisierung durchführen. Dieses Jahr war die Organisation eine besondere Herausforderung. Der Transfer von “echten” Veranstaltungen mit Menschen hin zu digitalen Konzepten war ein spannender Prozess. Und dass dann genau zum Start der Woche die neuen Kontaktbeschränungen in Kraft traten, machte das ganze noch mal zu einer ziemlichen Herausforderung. Aber die Woche hat trotz der neuen Rahmenbedingungen gut geklappt. Wir haben viel positives Feedback bekommen, alle konnten ihre Themen präsentieren und neue Leute kennenlernen. Das hat mich sehr gefreut!
Gestern Abend haben wir die #diwodo20 abgeschlossen. Und jetzt fällt grad ganz viel Anspannung von mir ab. 🙂

Übrigens gab es beim TwitterTeam NRW einen tollen Talk von Leuten, die sich beruflich im Laufe der Zeit transformiert haben. Die also alte, sichere Häfen verlassen haben und sich neu auf den Weg gemacht haben. Das war eine spannende Runde, die sicher vielen Mut machen konnte, die ebenfalls vor einer solchen Entscheidung stehen.
>>> Die Aufzeichnung findest Du hier.

Gelesen, geguckt, gehört

Podcast “She for IT” von Adesso

Bei der Dortmunder IT-Firma Adesso gibt es seit einiger Zeit ein Projekt mit dem Namen “She for IT”. Darin geht es darum, mehr Frauen in die IT und dort in Führungspositionen zu holen.
Nun hat Adesso einen neuen Podcast zu dem Thema veröffentlicht, in dem genau diese Themen behandelt werden. Aber natürlich geht es auch grundsätzlich um Frauen und Job. Tine Grasmann, die Du vielleicht auch von ihrem lesenswerten Kochblog “Pottlecker” kennst, Angela Carell und Vivien Schiller sind Gastgeberinnen der Sendung.

Mir hat der Podcast echt gut gefallen

>>> Podcast: “She for what? She for IT!”

WDR: “Howard Carpendale – Ein Leben für die Show”

Samstag Abend hab ich eine Doku über Howy gesehen. Ich mag den ja sehr. Ich mochte viele seiner Titel. Und seine Geschichte hat mich berührt. Zeigt sie doch, dass auch die scheinbar großen und erfolgreichen Stars auch nur Menschen sind.

>>> WDR: Howard Carpendale – Ein Leben für die Show

Mach Dir ein schönes Wochenende und sieh zu, dass Du wieder schöne Glücksmomente einsammelst!

Alles Liebe für Dich – love & peace!

Deine Maike

*****************************************

Die Reihe “Glücksmomente der Woche” ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise! 
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein. 

*Ich mache nur keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.

Möchtest Du diesen Artikel teilen?

2 Kommentare

  1. Hallo, liebe Maike,

    als eifrige Leserin Ihres Blog kann ich mitteilen, dass Strümpfe stricken eine Herausforderung ist, wenn man es noch nie gemacht hat. Aber man ist hinterher soooo stolz auf sich, wenn das Paar fertig ist (ein Schal ist leichter). Nur den Mut nicht verlieren!!!
    Dass man beim Bäcker in Herdecke Kaffee u. Kuchen draussen verzehren darf, wundert mich. Ist doch eigentlich nicht gestattet seit Montag?
    Hier im Rheinland scheint jetzt die Sonne, ich gehe jetzt spazieren und ein Stück Kuchen kaufen zum Zuhause-Verzehren. Bin nach dem Blog auf den Geschmack gekommen.
    Einen schönen Rest-Sonntag wünscht Doris!

    • Liebe Doris,
      ich weiß, Socken sind nicht einfach. Aber ich will es mal ausprobieren. Vielleicht klappt es ja. Ich werde berichten. 🙂
      Die Kaffee- und Kuchen-Sitzung beim Bäcker war ja den Samstag davor, also vor dem Lockdown light. Meine Glücksmomente-Woche beginnt ja immer Samstags und geht bis Freitags, damit ich sie hier Samstags mit Euch teilen kann. Insofern war alles ganz im Rahmen. 😉
      Kuchen kaufen klingt super! Ich hätte auch schon wieder Hunger… 😉
      Liebe Grüße und bis bald!
      Maike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.