Sich für neue Themen begeistern – Mein Einstieg in die Welt der Vögel

Ich habe entschieden, die Vögel in meiner Umgebung mal besser kennenzulernen und sie mir vertrauter zu machen. Im Rahmen meiner Naturmentoren-Ausbildung liegt das sowieso nahe, aber sie faszinieren mich schon lange.

Also gilt es, sich in ein neues, mir völlig unbekanntes Gebiet einzufuchsen. Als Kinder haben wir so viel Neues gelernt, uns für so vieles begeistert, waren neugierig, haben viel erforscht und uns ausprobiert. Aber wie oft steigen wir als Erwachsene eigentlich noch in gänzlich neue Themen ein? Eher selten, oder? Vielleicht mal, wenn wir einen neuen Job annehmen. Aber privat kommt das meist gar nicht mehr sooo häufig vor. Und das ist so schade, denn sich in etwas Neues einzuarbeiten macht so unglaublich viel Spaß! Vor allem, wenn es sich um so tolle Tiere handelt.

Außerdem ist es so wohltuend, mal wieder tiefer in die Wunder der Natur einzutauchen. Viele von uns haben sich immer mehr von der Natur entfernt – von der da draussen und oft auch von der eigenen. Daher ist es eine ziemlich gute Idee, öfter mal das iPad gegen die Natur zu tauschen und sich dort im wahrsten Sinne des Wortes wieder zu erden.

Ich nehme dich also mit auf meinen Einstieg in die Vogelwelt!

Vögel entdecken

Bislang war mein Wissen um die verschiedenen Vögel ziemlich dürftig. Ich kannte Rotkehlchen, Taube, Elster und Eisvogel. Was ja nicht sonderlich viel ist. Dann habe ich mit der Ausbildung zur Naturmentorin begonnen und entschieden, mich mal intensiver den Vögeln zu widmen.

Dazu habe ich nach einem passenden Buch gesucht und das neue NABU-Vogelbuch vom Biologen Peter Mullen und Biowissenschaftler Fabian Krawinkel entdeckt, das beim Kosmos Verlag erschienen ist. Besonders gefreut habe ich mich, dass der Verlag mir das Buch auf meine Anfrage hin kostenlos zur Rezension zu Verfügung gestellt hat. Dafür vielen Dank!

Wo fängt man überhaupt an?

Und da ich nun gar keine Ahnung hatte, stand ich etwas doof vor der Frage, wo ich denn überhaupt beginne. Das Buch hat dafür zum Glück einige Tipps parat.

Früher hab ich mich bei solchen Neuanfängen oft schwer getan. Denn wenn man ganz neue Felder entdecken will, wird einem meist erst mal klar, wie viel man nicht weiß und wie viel es noch zu lernen gibt. Und dann war ich oft gefrustet und hab es ganz gelassen. Wie schade!
Heute freue ich mich über die vielen Dinge, die es zu entdecken gibt. Und das alles ohne den Zwang zur Perfektion und ohne inneren Druck, dann „alles“ lernen zu müssen. Denn selbst, wenn ich – wie jetzt bei dem Beispiel Vögel – nur einen oder zwei Vögel neu kennenlerne, hab ich doch was spannendes gelernt, die Wunder der Natur weiter entdeckt und mein Gehirn mal wieder auf eine andere Art genutzt.

Wir sollten das eigene Unwissen als großen Entdeckungsraum betrachten. Uns Fragen stellen und auch die Fragen selbst lieb haben ohne schon alle Antwort zu kennen, so wie Rilke es auch in seinem schönen Gedicht „Über die Geduld“ geschildert hat. (Falls du es nicht kennst: Ich hab es vor einiger Zeit in diesen Glücksmomenten zitiert.)
In der Schule war es ja immer schlecht, nicht alle Antworten zu kennen. Aber eigentlich ist das doch ein toller Zustand, der den eigenen Entdeckergeist herausfordert.
Wie cool ist es bitte, sich mal auf zu ganz neuen Ufern zu machen und wie früher als Kind der eigenen Neugierde zu folgen? Ganz ohne konkretes Ziel, einfach aus Spaß.

Ich hab also entschieden, einfach IRGENDWO anzufangen. Denn vielleicht gibt es gar nicht DEN Startpunkt, wenn man neue Dinge entdecken will. Also bin ich einfach dem gefolgt, was mir da so begegnet ist.

Sich mit den Vögeln vertraut machen

Es gibt so viele Möglichkeiten, sich auf die Welt der Vögel einzulassen. Ihre schnellen Bewegungen und die vielen verschiedenen Gesänge der Tiere können schnell erst mal überfordernd wirken. Aber wir können uns dem Ganzen ja mal völlig ohne Vorbehalte nähern.
Am besten lassen wir zunächst auch den Intellekt mal ein wenig aussen vor. Nehmen wir doch mal unsere Intuition und unser Gefühl als Beraterinnen mit an Board. Es geht ja vielleicht gar nicht immer als erstes darum, die Tiere zu kategorisieren, sondern zu verstehen, wie sie leben. Warum tun sie eigentlich, was sie so tun?

Es gibt nämlich so viele Ebenen, die wir erkunden können:

  • Ihrem Gesang und den Rufen lauschen. Setz dich mal hin, mach die Augen zu und leg dich gedanklich in den schönen Klangteppich. Nach kurzem wirst du vielleicht einzelne Gesänge oder Rufe heraushören. Welche unterschiedlichen Melodien sind bei den Gesängen zu hören? Wie unterschiedlich klingen die einzelnen Stimmen? Unterhalten sie sich? (Ja, tun sie. Es gibt sogenannte Kontaktrufe, wo sie miteinander klären, wer sich grad wo aufhält.)
  • Welche Stimmung herrscht grad vor? Ist der Gesang harmonisch? Oder hörst du Streit unter Artgenossen? Oder sogar Alarmrufe, wenn sich Gefahren am Boden oder aus der Luft nähern?
  • Beobachte die Bewegungen: Wie bewegen sie sich? Am Himmel, in den Bäumen oder auch am Boden.
  • Aber auch alle anderen Fragen tun sich auf: Sind sie alleine oder zu zweit unterwegs? Was suchen sie an Futter? Bauen sie schon Nistplätze?
  • Wie sieht der Vogel aus, den du da grad entdeckt hast. Wie ist er gezeichnet? Wie groß ist er?

Wie spannend das ist, diese neue Welt zu erkunden! Ich habe grad so große Freude daran, mir die Vogelwelt vertrauter zu machen und ich bin mir sicher, dass es da noch ganz viel für mich zu entdecken gibt. Wie schön, dass ich da grad so viel lernen darf!

Die kleinen, flinken Kohlmeisen lieb ich ja besonders!

Gelegenheiten suchen um sich mit Vögeln zu verbinden

Der Beginn des Frühlings ist eine gute Zeit, um Vögel zu entdecken. Viele waren den Winter über im Süden, andere sind hier geblieben. Mittlerweile tönt es wieder von überall her. Hinzu kommt: Die Laubbäume sind noch laubfrei, so dass wir grad noch einen recht freien Blick in die Baumkronen haben.
Ich habe jedenfalls in den letzten Wochen viele Gelegenheiten erfahren, wo ich den Tieren begegnen kann. Und gar nicht immer muss man dafür auf`s Land rausfahren. Diese Möglichkeiten teile ich hier mal mit dir.

Morgens aus dem gemütlichen Bett dem Gesang der Tiere zuhören

Bei mir zuhause in der Dortmunder Innenstadt singen morgens ganz viele Vögel. Ich nehme mir jetzt morgens im Bett immer ein paar Minuten und höre bei geöffnetem Fenster bewußt ihrem Gesang zu. Was ich schon festgestellt habe: Es geht derzeit – im Februar – gegen 4.30 Uhr morgens los, lange bevor es hell wird.

Vögel
Eine kleine Kohlmeise auf meiner Dachterrasse.

Zufallsfunde aus dem Auto

Ich habe jetzt schon mehrfach festgestellt, dass ich aus dem parkenden Auto ganz unerwartet Vögel entdecken konnte.

Letzten Herbst, zu Beginn meiner Vogelreise, konnte ich ausführlich zwei Rabenkrähen an der Tankstelle beobachten. Ich hatte grad mein Auto gewaschen und mir dann noch ein Cornetto-Eis gegönnt, das ich parkend im Auto ass. Dabei sah ich plötzlich eine Rabenkrähe, die da unter einer Linde herumlief und nach irgendwas Essbarem suchte. (In dem Moment wußte ich noch gar nicht sicher, wie der Vogel hiess.)

Später kam noch eine zweite dazu. Beide pickten immer wieder die Früchte der Linde und spuckten sie aber dann wieder aus. Warum sie das taten? Keine Ahnung. Aber meine Neugierde war geweckt! Und ich sass da und beobachtete die beiden mit ihrer beeindruckenden Erscheinung. Wie majestätisch und kräftig sie da am Boden rumhüpften! Sie in Ruhe beobachten zu können, war einfach toll. Die beiden fühlten sich überhaupt nicht gestört von mir, da ich vermutlich im Auto für sie gar nicht existierte. Und auch da wurde mir klar, dass ich nicht viel weiß über Krähen. Und so entschied ich, mit genau diesen Vögeln zu starten und meine Beobachtungen später zuhause mit den Inhalten des im NABU-Vogelbuchs abzugleichen.

Am Futterplatz

Vögel beobachten geht natürlich auch recht einfach, wenn du ein Futterhaus zuhause hast. Diese Futterstellen sind eine tolle Win-Win-Situation: Die Vögel finden Futter und wir können sie entspannt beobachten.
Welche Futterstellen man dafür am besten auswählt und worauf man achten sollte, kann man auch im NABU-Vogelbuch nachlesen.

Vögel
Die kleine Blaumeise ist auch so wunderschön gezeichnet mit ihrer blau gefärbten Kopfplatte und dem schwarzen Augenstreif, der sie ganz verwegen aussehen lässt. Sie wiegt übrigens nur so viel wie zwei 20-Cent-Münzen.

Vögel in der Natur beobachten

Das schönste ist aber sicher, die Vögel draussen in der Natur zu beobachten. Ob du in den Wald gehst, dir einen Park um die Ecke suchst oder über die Felder ziehst, Vögel findest du dort fast überall. Am besten kann man sie an Übergängen entdecken: An Waldrändern, auf Lichtungen, also da, wo zwei Landschaftsformen aufeinandertreffen.

Wenn du spazieren gehst, bleib zwischendurch mal stehen, lehne dich an einen Baum und höre mal ein paar Minuten zu und beobachte. Hilfreich ist es dafür, sich langsam und leise zu bewegen, damit du nicht alle Tiere aufscheuchst.
Noch besser ist es, sich einfach mal für ein halbes oder sogar ganzes Stündchen leise unter einen Baum oder auf einen Baumstumpf zu setzen. Wenn dir das am Hintern schnell zu kalt wird, ziehst du entweder eine Leggings o. ä. drunter und/oder nimmst ein Sitzkissen mit.
Solltest du dich alleine im Wald nicht wohl fühlen, geh einfach zu zweit und setzt euch dann mit einigem Abstand voneinander hin, so dass beide ihre eigenen Erfahrungen machen können.

Nadelwald mit einem bequemen Baumstumpf

Vielleicht kannst du hier bodennah lebende Vögel beobachten. Sie haben eher dunkles, bodenfarbenes Gefieder wie z. B. die Amsel, um nicht so aufzufallen und sie bauen dort auch oft ihre Nester.

Auch die Singvögel kann man ohne Hilfsmittel gut beobachten. Sie bewegen sich in einer guten Höhe für unser menschliches Auge und sind mit ihren oft bunten Farben gut zu erkennen.

Aber auch der Blick in die Baumkronen ist lohnenswert. Schau mal, was es da zu entdecken gibt.
Vielleicht nimmst du später auch mal ein Fernglas mit oder nutzt das Tele der Kamera (sogar mit der Handykamera funktioniert es oft überraschend gut). Aber die technischen Hilfsmittel sind kein Muss; du kannst auch ohne sie draussen vieles erkennen und entdecken.

Den Buntspecht hab ich mit dem Fernglas beobachtet. Wenn man ihn einmal gefunden hat, lässt er sich aber auch gut ohne Hilfsmittel erfassen.
Für das Foto war die Entfernung dann doch ein wenig groß und das Licht nicht ideal. Aber egal. Hei, ich durfte einen Buntspecht in freier Wildbahn beobachten!

Für die Beobachtung gibt es zwei Varianten: Du gehst einfach los und schaust, was dir da unterwegs begegnet und recherchierst dann, was das genau ist.
Oder du suchst dir vorab eine Art aus, die du entdecken möchtest. Dabei macht es für den Anfang natürlich Sinn, einen Vogel auszuwählen, der leicht zu finden ist. Ich finde, einen guten Einstieg findet man da tatsächlich über die heimischen Singvögel wie Rotkehlchen, Kohlmeise, Blaumeise, Kleiber oder auch Amsel.

Vögel bestimmen mit dem NABU-Vogelbuch

Nach meinen Beobachtungen unterwegs wollte ich dann natürlich genau wissen, mit wem ich es unterwegs zu tun hatte. Ein paar mal habe ich das NABU-Vogelbuch mitgenommen, wobei es relativ groß und schwer ist. Ich hab es daher oft im Auto liegen, so dass ich direkt nach der Runde gucken kann, wen ich neu kennengelernt habe. Oder ich nehme mir zuhause noch ein paar Minuten Zeit und lese die Infos zu dem Vogel nach.

Im Buch sind 315 Arten dargestellt, die in Deutschland zu finden sind. Zu ihnen gibt es folgende Infos: Ihre korrekten Namen (deutsch und lateinisch), das Aussehen ihres Federkleides (bei vielen Vogelarten sehen Männchen und Weibchen ja oft unterschiedlich aus), Infos zu ihrer Brut, ihrem Lebensraum, ihrem Gesang, etc.
Mit dem Buch bekommt man auch Zugriff auf die Kosmos-Plus-App, mit der man sich den Gesang oder Ruf der Vögel anhören kann. Das macht das Erleben dann besonders rund.

Was mir auch gut gefällt: Dass ich im Buch ähnliche Vögel entdecke und so sicherer werde beim Bestimmen der Art. Bei den großen schwarzen Vögeln an der Tankstelle war ich z. B. nicht sicher, ob das Raben oder Krähen sind. Und nun weiß ich, dass wir in Deutschland zwar den Kolkraben haben, der aber mit einer Größe von 62 cm und einer Flügelspannweite von 130 cm viel größer ist. Das, was ich beobachtet hatte, sind Rabenkrähen, die „nur“ auf eine Größe von 47 cm und 95 cm Flügelspannweite kommen.

Die Autoren geben auch Tipps, wie man beim Entdecken und Bestimmen der Vögel am besten vorgeht. Dazu teilen sie auch spannende Infos zum Vogelzug. Außerdem gibt es noch Tipps und Hinweise dazu, wie man einen vogelfreundlichen Garten gestaltet und was bei der Vogelfütterung zu beachten ist.

Mir gefällt das NABU-Vogelbuch von Mullen und Karwinkel total gut. Der Aufbau ist logisch gut nachvollziehbar und auch als Laie bietet es mir einen guten Einstieg in die Vogelwelt. Dazu ist das Buch hochwertig gestaltet, es enthält tolle, detailreiche Fotos der Tiere. Und auch den Preis von 26 € finde ich total angemessen. Zumal: Man unterstützt mit dem Kauf den NABU-Vogelschutz.

Hier findest du alle Infos zum NABU-Vogelbuch. Du kannst es bei Interesse direkt beim Kosmos Verlag bestellen oder natürlich auch auch in jeder Buchhandlung.

NABU-Vogelbuch, liegend auf einem vermoosten Baumstumpf

Mein Fazit

Ich mag diese intensiven Momente in der Natur so, weil sie mich immer voll ins Hier und Jetzt bringen. Es ist wahnsinnig entspannt, einfach mal nur da zu stehen oder zu sitzen, und wahrzunehmen, was um mich herum passiert. Es braucht zu Beginn gar nicht so viel Zeit draussen, um geistig komplett erfrischt zu sein. Insofern kann ich dir nur raten, dich auch einfach mal draussen in die Natur zu begeben und die Vögel in deiner Umgebung kennenzulernen und vielleicht sogar ein bißchen Freundschaft mit ihnen zu schliessen. Von Mal zu Mal wirst du mehr entdecken und wieder kindliches Staunen erfahren.
Was ich in dem Buch auch gelernt habe: Es ist mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt, dass die Beschäftigung mit Vögeln, ihrem Gesang zuzuhören und sie zu beobachten, tatsächlich die eigene Psyche stärkt. Das schadet ja nie. Ich werde mir jedenfalls künftig die Vögel öfter als Anker nehmen, um ganz im Moment zu sein und meine kindliche Neugier auszuleben.

Das NABU-Vogelbuch mit der dazugehörigen Stimmen-App ist dabei eine tolle Hilfe, um die eigenen Beobachtungen dann perfekt abzurunden.

Das NABU-Vogelbuch. liegend auf einem vermoosten Baumstumpf

Und zum Schluss landen bei mir viele meiner Beobachtungen in meinem Nature Journal. Ich versuche mich daran, die Vögel dann zu zeichnen und notiere alle Infos, die ich gesammelt habe, meine Fragen und auch Emotionen oder besondere Erlebnisse. So wird das Nature Journal quasi zu meinem Naturtagebuch. Auch wenn meine Zeichnungen nicht besonders schick sind, verstehe ich durch das Zeichnen und Malen aber, wie der Vogel genau aussieht und er prägt sich mir viel besser ein.
Das mit dem Nature Journal kann man machen, muss man aber natürlich nicht. Vielleicht nimmst du dir auch einfach nur einen kleinen Block oder eine kleine Kladde mit und notierst deine Erlebnisse. Oder du gehst einfach so los. Lohnend ist es auf jeden Fall!

Jetzt interessiert mich natürlich: Interessierst du dich auch für die Natur und für Vögel? Hast du vielleicht noch weitere Tipps, um in diese faszinierende Welt einzusteigen? Oder sind es bei dir ganz andere Themen, mit denen du dich gerade beschäftigst?

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*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.

Hinweis: Das NABU-Vogelbuch habe ich vom Kosmos Verlag kostenlos bekommen. Meine Bewertung ist davon wie immer unabhängig. Ein Honorar habe ich nicht erhalten.

10 Kommentare

  1. Liebe Maike,
    ich könnte jetzt schon wieder einen Roman schreiben 😉, so viel fällt mir zu deinen Erfahrungen mit den Vögel ein…
    Tatsächlich haben wir hier in Verden ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Krähen: bei uns gibt es sehr sehr viele Saatkrähen-Kolonien und zur Nestbau -und Brutzeit ist es unter manchen Bäumen ratsam die Straßenseite zu wechseln 🫣 und der Geräuschpegel in diesen Kolonien ist mancherorts auch gewaltig. Die Saatkrähe wurde vor einigen Jahren unter Schutz gestellt und da sie wenig natürliche Feinde hat, kannst du dir sicher vorstellen, wie sie sich ausbreiten…

    Mir ist eben beim Lesen eingefallen, dass ich mir als Kind immer die Frage gestellt habe, ob es sich bei den unterschiedlichen Vogelarten so verhält, wie bei uns Menschen mit den unterschiedlichen Herkunfstländern. Also ob der Ruf der Amseln z.B. für Finken so klingt, wie z.B. Italienisch für uns 🤭…

    Das Buch klingt wirklich sehr informativ (sind die Bücher von Kosmos ja oft), ich hatte mal so ein kleines Büchlein, welches man gut in die Tasche stecken konnte, das war mir auch guter Begleiter, doch leider ist es verloren gegangen.

    Hach, ich freu mich immer, wenn du mich/uns an deinen „Neuentdeckungen“ teilhaben lässt, so erweitere ich ja automatisch auch meinen Wissenshorizont und wie du schon schreibst: es gibt noch so Vieles zu entdecken…

    Hab es gut,
    Anke

    • Liebe Anke,
      wow, das ist sicher ein Erlebnis mit den Krähen! Aber ich verstehe auch, dass das etwas herausfordernd sein kann, wenn es so viele sind… 😉
      Deine Frage mit den Sprachen ist total interessant. Ob es darauf Antworten gibt? Wenn mir was begegnet, werde ich das mal teilen. Oder vielleicht weiß ja auch jemand von den Mitlesenden, wie das ist?
      Bleiben wir also neugierig!
      Liebe Grüße
      Maike

    • Ich hab grad im NABU-Vogelbuch noch eine Info zu den Saatkrähen gefunden: Offenbar waren die Saatkrähen früher gerne auf Feldern gesehen, weil sie dort die Insekten gefressen haben, die man dort nicht wollte. Seit diese aber mit Insektiziden vernichtet werden, weichen sie auf Feldfrüchte und Saatgut aus.
      Das kann man auch hier auf der Seite des NABu nachlesen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/saatkraehe/
      Also sind wir Menschen da mal wieder nicht ganz unschuldig dran…
      Liebe Grüße!
      Maike

      • tja, das ist ja leider in den meisten Fällen so….Also dass der Mensch „seine Finger mit im Spiel hat“ und das Gleichgewicht zum kippen bringt….

        Beste Grüße
        Anke

  2. Hallo Maike,

    Ich bin auch sehr fasziniert von den heimischen Vögeln und genieße es sie am Vogelhaus zu beobachten.
    Kennst du den Podcast “ Vögel, aber cool“ von Silke Hartmann. Ihre Begeisterung ist total ansteckend. So wie dein Artikel klingt, vermute ich, du würdest ihren Podcast/ ihr Buch auch mögen.

    Viele Grüße und eine schöne neue Woche
    Jenny

    • Hallo Jenny,
      oh, den Podcast kenn ich noch nicht. Vielen Dank für den Tipp! Den hab ich gleich mal abonniert. Silke Hartmann ist mir zwar irgendwie schon mal im Netz begegnet, aber ich hab gar nicht mitbekommen, dass sie auch einen Podcast macht. Ihr Buch „Die Superkräfte der Vögel“ steht auch noch auf meiner Wunschliste.
      Ach, es gibt zum Glück noch so viel zu entdecken!
      Liebe Grüße und viel Spaß weiterhin mit den Vögeln
      Maike

  3. Liebe Maike,
    wieder einmal total interessant dein Artikel über Vögel, vielen Dank dafür. Ich beobachte sie auch sehr gerne, am liebsten mag ich die Meisen und Spatzen, die gerne auf meinen Balkon kommen zum Essen. Nur mit den Tauben kann ich mich irgendwie sehr schlecht anfreunden, die verdrecken meinen Balkon immer so, die mag ich nicht gerne einladen.
    Liebe Grüße Monika

    • Liebe Monika,
      oh ja, die Vögel auf dem Balkon zu beobachten ist wirklich eine schöne Sache! Das mag ich auch sehr!
      Ich weiß, was Du meinst mit den Tauben. Ich ärgere mich auch immer, wenn sie die Terrasse so vollsch… Andersrum sind sie ja auch total hübsche Tiere, die leider in den letzten Jahren so verschrien sind. Dabei sind sie doch die Symbole der Liebe und des Friedens. Aber es gibt leider in den meisten Städten zu viele von ihnen…
      Liebe Grüße und viel Spaß mit Deinen Gästen!
      Maike

  4. Hallo liebe Maike, ich könnte mir ein Leben ohne Vögel gar nicht vorstellen. Sie sind bei mir ein ‚Dauergast‘. Zu Jahreszeiten, in denen sie eher schweigsam sind, hab ich oft eine CD mit Vogelstimmen zuhause laufen. Oftmals auch, wenn ich deine Artikel lese (tatsächlich!). Hier kann ich die CD’s von Karl-Heinz Dingler ‚Entspannung Natur – Im grünen Wald / In Feld und Flur / In Gärten und Parks‘ sehr empfehlen. Sie haben eine Aufnahmezeit von Vogelstimmen von jeweils ca. 1 Stunde. Keine Schleifenaufnahme, sondern viele verschiedene Arten im jeweiligen Lebensraum.
    Und seit fast 20 Jahren gibt es bei mir einen katzensicheren Nistkasten von Schwegler für Meisen. Jedes Jahr ab März bis Mai ist es eine Freude, die Meisen beim Nestbau und späteren Füttern zu beobachten. Wenn sie dann ausgeflogen sind, bin ich jedesmal etwas wehmütig. Aber sie kommen mich oft besuchen und in der kalten Jahreszeit nutzen sie den Kasten zur Übernachtung.
    Es ist schön zu hören, dass du auch deine Freude darin findest.
    Und weißt du was, heute nach dem Frühstück und dem Lesen deines Artikels, fahre ich in einen Tierwildpark!
    Sonnige, freudige, Frühlingsgrüße, Diana

    • Liebe Diana,
      ach, das klingt aber wirklich schön! Ja, Vögel und ihre Gesang sind wirklich toll! Wie schön, dass Du da so viele Möglichkeiten gefunden hast, sie in Dein Leben zu integrieren.
      Ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag im Tierwildpark!
      Viele liebe Grüße!
      Maike

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